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CHANDRA
Seltene Supernova in der Whirlpool-Galaxie
von Stefan Deiters
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2. Juli 2002

Wissenschaftler haben mit Hilfe des NASA-Röntgenteleskops Chandra in der Whirlpool-Galaxie das Röntgenlicht einer seltenen Supernova entdeckt. Zusätzlich spürten die Forscher zahlreiche punktförmige Röntgenquellen auf, bei denen es sich vermutlich um Neutronensterne und Schwarze Löcher in Doppelsternsystemen handelt.

M51

Die Whirlpool-Galaxie M51 besteht aus den Galaxien NGC 5194 (Zentrum) und NGC 5195 (oben links). Die Vergrößerung zeigt das Zentrum von NGC 5194. Foto: NASA / CXC / U. Md. / A. Wilson et al. [Großansicht]

M51

Die Whirlpool-Galaxie in einer Aufnahme des Hubble-Weltraumteleskops. Foto:  NASA und das Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Die Chandra-Aufnahme zeigt die Zentren der beiden wechselwirkenden Galaxien NGC 5194 (Zentrum) und NGC 5195 (oben links), die beide zusammen unter der Bezeichnung Whirlpool-Galaxie oder auch M51 bekannt sind. Im optischen Bereich gehört die Whirlpool-Galaxie zu den eindrucksvollen Beobachtungsobjekten am Himmel, wie das Bild des Hubble-Weltraumteleskops beweist (siehe dazu astronews.com-Bericht vom 6. April 2001)

Der Ausschnitt der Chandra-Aufnahme zeigt eine Vergrößerung der zentralen Region von NGC 5194. Nördlich und südlich des hellen Zentrums finden sich Wolken aus Millionen Grad heißem Gas, die eine Ausdehnung von rund 1500 Lichtjahren bzw. 500 Lichtjahren haben. Da diese Strukturen erstaunliche Ähnlichkeit mit Merkmalen haben, die man auch im Radiobereich gefunden hat, gehen die Forscher davon aus, dass das Gas von Hochgeschwindigkeits-Jets erhitzt wird, die in der Nähe des supermassereichen Schwarzen Lochs im Zentrum der Galaxie entsteht.

Unten links ist ein schwach leuchtendes Objekt zu sehen, das die Astronomen als Supernova identifizieren konnten, die 1994 von einem amerikanischen Amateurastronomen entdeckt wurde. Es handelt sich dabei um einen ungewöhnlichen Supernova-Typ von Typ Ic. Dabei hat der massereiche Stern, der für die Supernova verantwortlich ist, Tausende von Jahren vor der Explosion seine äußeren Hüllen aus Wasserstoff und Helium verloren.

Doch schon lange vor einer Supernova-Explosion verlieren Sterne einen nicht unwesentlichen Teil ihrer Masse. Mit Hilfe von Chandra konnten die Astronomen nun die Schockwelle der Supernova-Explosion in diesem Gas verfolgen und so die Größe der den Stern umgebenden Gaswolke vermessen. Die Daten deuten darauf hin, dass der Vorläuferstern der Supernova von einer Wolke von mindestens 0,2 Lichtjahren Durchmesser umgeben war. Zukünftige Beobachtungen werden nun zeigen, wie viel größer die Wolke noch ist. Damit lässt sich dann auch errechnen, wie lange vor der Explosion der Stern schon Masse verloren hat.

Links im WWW
Chandra, Seite an der Harvard Universität
siehe auch
Hubble Heritage Projekt: Blick ins Herz der Whirlpool-Galaxie - 6. April 2001
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