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HUBBLE Neue Kamera liefert eindrucksvolle Bilder von Stefan Deiters astronews.com 2. Mai 2002 Anfang März besuchte die US-Raumfähre Columbia das Weltraumteleskop Hubble und installierte unter anderem die moderne Advanced Camera for Surveys. Die ersten Bilder des neuen Instruments, die am Dienstag vorgestellt wurden, bieten einen eindrucksvollen Blick ins All. Die Astronomen sind begeistert.
Die NASA nennt die auf der Webseite des Teleskops veröffentlichten Aufnahmen "die spektakulärsten Bilder des Universums" die je gemacht worden sind. Sie zeugen von der Leistungsfähigkeit der neuen Advanced Camera for Surveys (ACS) und belegen zudem den Erfolg der letzten Wartungsmission der Raumfähre Columbia. Seit dieser Zeit hätte das Weltraumteleskop hervorragend gearbeitet. Nun warten alle gespannt auf Aufnahmen der Infrarot-Kamera NICMOS, die während der Mission ein neues Kühlsystem bekam, so dass das Gerät wieder in Betrieb gehen kann. Anfang Juni dürfte es soweit sein. "Die ACS öffnet uns ein großes neues Fenster ins Universum. Die ersten Bilder gehören zu den besten Aufnahmen von entfernten Objekten, die die Menschheit je zu Gesicht bekam", so Holland Ford von der Johns Hopkins Universität, der die Entwicklung der ACS während der vergangenen sieben Jahre leitete. Und ein Kollege ergänzt: "Die ACS wird uns auf absehbare Zeit die tiefsten Aufnahmen des Universums liefern." Die erhöhte Leistungsfähigkeit der Kamera, die ein altes System ersetzt hat, hat den Raum den Hubble erkunden kann dramatisch vergrößert. "ACS wird es uns erlauben, die Grenze des frühen Universums immer weiter nach hinten zu schieben. Wir werden in eine Art Dämmerungs-Bereich vordringen können, also in eine Zeit, in der Galaxien gerade in der Dunkelheit entstehen", so Ford. "Die ersten astronomischen Aufnahmen der neuen Kamera sind wirklich bemerkenswert und atemberaubend", so Dr. David Leckrone vom NASA Goddard Space Flight Center. "Sie bieten alles was wir erwartet haben und weitaus mehr. Das einzige Problem ist, dass diesen Bilder die herkömmliche Präsentation im Fernsehen, in Magazinen oder Zeitungen gar nicht gerecht werden kann." Unter den neuen Aufnahmen befindet sich auch ein Bild einer galaktischen Kollision in rund 420 Millionen Lichtjahren Entfernung. An der Aufnahme von UGC 10214, die die Folgen einer solchen Kollision wie gewaltigen Gezeitenarme und heftige Sternentstehungsaktivität zeigt, ist aber auch der Hintergrund interessant: Hier finden sich doppelt so viele Galaxien wie im berühmten Hubble Deep Field, jenem faszinierenden Blick in die Frühphase des Universums. ACS konnte dabei allerdings noch lichtschwächere Objekte aufspüren und hat für die Aufnahme nur ein Zwölftel der Zeit benötigt, die man für die erste Deep Field Aufnahme brauchte. Auf dem ACS-Bild können die Forscher die Bausteine erkennen, aus denen unser heutiges Universum zusammengesetzt ist: Galaxien, die kollidieren und zu neuen Galaxien verschmelzen. Das Bild verdeutlicht eindrucksvoll, welcher Gewinn die ACS mit ihrer doppelten Auflösung und dem doppelten Sichtfeld sowie einer fünffach höheren Empfindlichkeit für die Wissenschaft sein wird. Weitere Aufnahmen zeigen beeindruckende Nebel wie beispielsweise NGC 2264. Das Bild erinnert an frühere Aufnahmen des Weltraumteleskops und zeigt eine Region, wo vielleicht einmal neue Sterne entstehen werden. Die ACS liefert Bilder von einer Qualität, die mit der von Bildern in IMAX-Kinos vergleichbar sind und verfügt über eine Auflösung von 16 Megapixel. Heute gebräuchliche Digitalkameras kommen gerade einmal auf vier Megapixel. |
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