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Die Planetary Society feiert ein kleines Jubiläum: Seit 20 Jahren unterstützt die weltgrößte Organisation ihrer Art die Suche nach außerirdischer Intelligenz. Angefangen hatte alles mit einem großen Koffer, der Unterstützung von E.T. und viel Enthusiasmus. Heute suchen über drei Millionen Freiwillige im Rahmen von SETI@home nach Signalen von Außerirdischen.
Über SETI denkt man natürlich schon länger nach: Der erste moderne wissenschaftliche Artikel, der eine Suche nach außerirdischer Intelligenz vorschlägt, stammt aus dem Jahr 1959. Ein Jahr später nahmen Frank Drake und einige andere Astronomen die erste SETI-Suche mit einem Radioteleskop auf. Allerdings gab es für eine längere gründliche Suche kaum Geld und viele Wissenschaftler schauten eher spöttisch auf die Bemühungen der Kollegen, Kontakt zu E.T. aufzunehmen. Anfang der 80er Jahre schien dann der Durchbruch geschafft: Die NASA wollte groß in die SETI-Forschung einsteigen, wurde aber von einem US-Senator gebremst, der die Suche nach kleinen grünen Männchen für lächerlich hielt. Die gerade zur Unterstützung von Planeten- und SETI-Forschung gegründete Planetary Society wollte helfen. Einer der Gründer der Gesellschaft war der amerikanische Astronom Carl Sagan, der sich schon lange für die SETI-Forschung engagiert hatte und unter anderem für die Botschaften von der Erde an Bord der Voyager-Sonden verantwortlich ist. Von Sagan stammt auch der inzwischen verfilmte Roman Contact. Der junge Harvard-Professor Paul Horowitz hatte damals eine interessante Idee, die zum ersten SETI-Projekt der Planetary Society werden sollte: Die Ausrüstung, die man zur Suche benötigte, sollte in einem Koffer untergebracht werden, so dass man sie bequem von einem Radioteleskop zum nächsten transportieren konnte. Ein Jahr später begann die Arbeit mit diesem "Koffer-SETI". Der nächste große Schritt hatte tatsächlich mit einem Außerirdischen zu tun: Im Rahmen des Projekts META (Megachannel Extraterrestrial Assay) wurde ein Acht-Millionen-Kanal-Empfänger gebaut, der am Oak-Rich-Radioteleskop ständig nach Signalen von Außerirdischen suchen sollte. Möglich wurde das 1985 in Betrieb genommene Projekt durch eine 100.000 Dollar-Spende des Regisseurs Steven Spielberg, der gerade mit seinem Film E.T. große Erfolge gefeiert hatte. Es schloss sich das Projekt BETA an, das von Argentinien aus den Südhimmel absuchte. 1993 stoppte der US-Kongress alle NASA-Mittel für die Unterstützung der SETI-Forschung. Doch die Wissenschaftler ließen sich nicht beirren: Mit SETI@home entwickelten sie in den folgenden Jahren ein Programm, dass die Rechner von Millionen Computernutzern für die Auswertung von Daten des Arecibo-Radioteleskops nutzte. Inzwischen helfen über drei Millionen Computernutzer bei der Suche nach E.T. mit. Und die Geschichte fängt gerade erst an: Noch in diesem Jahr soll ein neues optisches SETI-Teleskop in Massachusetts eingeweiht werden, das nach Lichtsignalen aus dem All fahndet. Wenn auch die öffentliche Unterstützung immer größer wird, bleibt doch eine Frage nach wie vor offen: Wird innerhalb der nächsten 20 Jahre das erste Signal einer fernen Welt empfangen werden? "Wir wissen es nicht", so Friedman, "und genau das macht SETI zu so einem Abenteuer und einer so faszinierenden Frage für die Wissenschaft."
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