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PIONEER 10
Wieder Kontakt zum Weltraumveteran
von Stefan Deiters
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5. März 2002

30 Jahre nach ihrem Start hat die NASA am Wochenende erneut Funkkontakt zum Weltraumveteran Pioneer 10 aufgenommen. Die Sonde ist zur Zeit rund zwölf Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Am Freitag wurde von Kalifornien aus ein Signal zur Sonde geschickt, 22 Stunden später empfing man in Spanien die Antwort des Raumschiffs.

Pioneer 10

Pioneer 10. Darstellung: NASA

Der Kontakt zum Weltraumveteranen gelang mit Hilfe des Deep Space Networks der NASA, einem Verbund aus mehreren Antennen rund um den Globus. "Wir sind absolut glücklich, dass wir dieses Raumschiff immer noch kontakten können", freute sich Robert Hogan, verantwortlich für Weltraumprojekte am NASA Ames Research Center. "Als Optimist habe ich immer daran geglaubt, dass es klappt", so der Pioneer 10 Projektmanager Dr. Larry Lasher. "Pioneer 10 wurde schon so oft angezählt, aber kam irgendwie doch immer wieder auf die Füße. Das ist ein Beweis für das gute, solide Design des Raumschiffs."

Im August 2000 hatte die NASA den Kontakt zum Weltraumveteran verloren, dann aber durch einen Wechsel des Kommunikationsmodus im April 2001 wieder Kontakt zu Pioneer 10 hergestellt (astronews.com berichtete). Zum letzten Mal bestand Kontakt zu der Sonde am 9. Juli 2001. Pioneer 10 wurde am 2. März 1972 gestartet und hat auf seiner Mission gleich mehrfach Weltraumgeschichte geschrieben: Als erstes Raumschiff durchquerte es den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und machte erste Detailuntersuchungen des Gasriesen.

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Nach weiteren Studien in den äußeren Regionen des Sonnensystems passierte es 1983 den Orbit des Pluto und lieferte wertvolle Daten aus diesen sonnenfernen Regionen. Die Mission der Sonde endete offiziell am 31. März 1997. Schon damals war Pioneer 10 über zehn Milliarden Kilometer von der Erde entfernt und ein Signal der Sonde benötigte fast zehn Stunden um die Erde zu erreichen.

An Bord von Pioneer 10  befindet sich jene berühmte Goldplatte mit einer Grußbotschaft von der Erde. Die Sonde befindet sich zur Zeit rund 12 Milliarden Kilometer von uns entfernt und bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von über 40.000 Kilometern pro Stunde relativ zur Sonne. Die schwachen Signale der Sonde sollen auch weiterhin vom Deep Space Network der NASA verfolgt werden. Pioneer 10 bewegt sich in Richtung des Sternbilds Stier, wo die Sonde in rund zwei Millionen Jahren den nächsten Stern passieren wird.  

"Pioneer 10 hat bislang viel besser funktioniert als wir das je erwartet hätten", ergänzt Hogan, der schon beim Start der Sonde vor 30 Jahren dabei war. "Es ist einfach begeisternd, dass diese Mission so lange dauert." Die im letzten Jahr empfangenen Daten des Geiger-Zähler-Instrumentes zum Messen der kosmischen Strahlung wurden inzwischen vom damaligen Projektbetreuer Dr. James Van Allan, ausgewertet. Der Entdecker des nach ihm benannten Strahlungsgürtels der Erde folgerte aus den Messwerten, dass die kosmische Strahlung in der Umgebung von Pioneer 10 nach wie vor durch den Einfluss der Sonne gemildert wird. Damit hat die Raumsonde den interstellaren Raum noch nicht erreicht.

Links im WWW
Pioneer Home Page, Missionsseite am Ames Research Center der NASA  
siehe auch
Pioneer 10: NASA hat wieder Kontakt - 3. Mai 2001
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