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ENVISAT
Europas Klimalabor ist im All
Redaktion
astronews.com
1. März 2002

Der Start des Umweltsatelliten Envisat in der vergangenen Nacht an Bord einer Ariane 5-Rakete ist ohne Zwischenfälle verlaufen. Nach dem Ausfahren der Sonnensegel werden nun in den nächsten Monaten nach und nach alle Instrumente in Betrieb genommen. In einen halben Jahr wird Envisat voll funktionsfähig sein.

Envisat-Start

Der Start des europäischen Umweltsatelliten Envisat. Foto: ESA

Der bisher größte Umweltsatellit Envisat (environmental satellite) ist am Freitagmorgen erfolgreich gestartet. Die Trägerrakete vom Typ Ariane 5 hob um 2:07 Uhr MEZ vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch Guayana ab und brachte den Satelliten in die geplante Umlaufbahn von 800 Kilometern Höhe.

In der ersten Stunde nach dem Start von Envisat wurden die Sonnengeneratoren ausgefahren. Danach richtete sich der rund acht Tonnen schwere und zehn Meter hohe Satellit zur Sonne aus. Später werden auch die Radarantennen ausgefahren. Über mehrere Wochen werden dann die Verschlüsse der zehn Instrumente des Satelliten geöffnet und eingeschaltet. Sechs Monate nach dem Start sollen alle Systeme von Envisat in Betrieb sein.

Der Umweltsatellit wird in einem nahezu polaren Orbit fünf Jahre lang Daten für die Umweltforschung sammeln. Die Wissenschaftler wollen damit unter anderem die Ursachen für das Ozonloch, die globale Erwärmung und für die Ausdehnung der Wüsten erforschen. Die 14 Partnerländer investieren rund 2,3 Milliarden Euro in das Programm. Deutschland beteiligt sich daran mit über 500 Millionen Euro.

Links im WWW
ENVISAT, Homepage der ESA
siehe auch
Envisat: Start frei für Europas Klimalabor - 28. Februar 2002
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