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VLT
Eindrucksvolle Bilder vom Saturn
von Stefan Deiters
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1. Februar 2002

Moderne bodengestützte Teleskope brauchen sich mit ihrer Leistung keinesfalls mehr hinter Weltraumteleskopen zu verstecken. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür lieferte jetzt erneut das Very Large Telescope der ESO mit Aufnahmen von Objekten aus unserem Sonnensystem. Sie entstanden in der Kalibrierungsphase der neuen adaptiven Optik am Teleskop Yepun.

Saturn
VLT-Aufnahme des Saturn. Foto: ESO [Großansicht]

Nach dem "First Light" der neuen adaptiven Optik am 8,2 Meter Teleskop Yepun im November letzten Jahres (astronews.com berichtete) läuft derzeit die zweite Phase der Inbetriebnahme dieses neuen und extrem leistungsfähigen Instruments. Dabei sollen bestimmte Beobachtungsverfahren getestet werden, um den Astronomen später eine maximale Leistungsfähigkeit zur Verfügung stellen zu können.

Während dieser Testphase entstanden eine ganze Reihe von neuen Aufnahmen, darunter auch Bilder von Objekten in unserem Sonnensystem. Die Schärfe der Aufnahmen macht die Stärke des neuen Instrumentes deutlich: Die Bilder von Saturn und dem Jupitermond Io gehören mit zu den schärfsten Aufnahmen, die je von der Erde aus gemacht worden sind und brauchen den Vergleich mit Aufnahmen aus dem Weltall nicht zu scheuen.

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Um diese Brillanz zu erreichen, nutzen die Techniker ein spezielles Korrekturverfahren, eine so genannte adaptive Optik, mit der die Luftunruhe aus den Bildern quasi herausgefiltert wird. Das Bild von Saturn zeigt interessanterweise die Seite des Ringplaneten, die während des Vorüberfluges der Voyager-Sonde auf der Nachtseite lag und daher nicht fotografiert werden konnte. Die Aufnahme erlaubt eine interessanten Blick auf den Südpol des Saturn. Der dort erkennbare dunkle Fleck dürfte einen Durchmesser von rund 300 Kilometern haben.

Das Foto des Saturn ist möglicherweise auch das detailreichste Foto vom Ringsystem des Planeten, das je vom Boden aus gemacht wurde. Die unterschiedlichen Bereiche des Rings sind gut zu erkennen: Die innere C-Region (dunkel), die mittlere helle B-Region und die äußere A-Region. Außerdem sind die Unterteilungen der Ringe auszumachen, wie etwa die bekannte Cassini-Teilung zwischen der A- und B-Region.

Die Saturnbeobachtung war nicht ganz leicht, da sich der Planet während der Aufnahme bewegt hat: Um dies auszugleichen behielt das adaptive Optiksystem des Teleskops den Saturnmond Tethys (unten im Bild der Großansicht) die ganze Zeit im Blick, die Kamera CONICA wurde auf Saturn eingestellt, wobei die unterschiedliche Bewegung am Himmel von Tethys und Saturn berücksichtigt wurde. Daher erscheint der Saturnmond nicht genau als Punkt sondern etwas verschmiert. 

Links im WWW
ESO, Europäische Südsternwarte
siehe auch
CONICA: Schärfere Bilder als mit Hubble - 10. Dezember 2001
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