|
JUPITER
Kollidierende Stürme auf Jupiter
von Rainer Kayser
29. Januar 2002
Auf dem Gasriesen Jupiter braut sich etwas zusammen: Zwei riesige
Sturmsysteme dürften nach Ansicht von Planetenforschern in den nächsten
Wochen kollidieren - eines davon ist der berühmte Große Rote Fleck. Das
Schauspiel ist keineswegs nur Profiastronomen vorbehalten: Schon mit einem
kleinen Amateurteleskop kann jeder live dabei sein.

Der Gasriese Jupiter mit dem Großen Roten Fleck.
Foto:
NSSDC / NASA |
Zwei gigantische Wirbelstürme auf dem Planeten Jupiter stehen kurz vor der
Kollision. Die beiden Sturmsysteme verschmelzen vermutlich in den kommenden
Wochen miteinander. Das seltene meteorologische Ereignis lässt sich bereits mit
kleinen Amateurfernrohren beobachten. Bei den beiden Stürmen handelt es sich um
ein "großes weißes Oval", einen seit 70 Jahren bestehenden, etwa erdgroßen
Wirbelsturm, und den berühmten "Großen Roten Fleck", der schon seit
Jahrhunderten in der Jupiteratmosphäre tobt und doppelt so groß ist wie die
Erde.
Mit einem Durchmesser von 140.000 Kilometern ist Jupiter der größte Planet in
unserem Sonnensystem. Er rotiert in knapp zehn Stunden einmal um sich selbst, in
seiner Atmosphäre toben ständig Stürme mit Windgeschwindigkeiten von mehreren
hundert Stundenkilometern. Viele Planetenforscher glauben, dass der Große Rote
Fleck, der größte Wirbelsturm des Sonnensystems, über viele hundert Jahre durch
die Verschmelzung kleinerer Wirbelstürme entstanden ist.
Jupiter ist gegenwärtig die ganze Nacht hindurch am Himmel zu sehen und steht im
Sternbild der Zwillinge. Der Große Rote Fleck ist durch die Eigendrehung des
Planeten von der Erde aus nicht immer zu sehen. Gut beobachten lässt er sich zum
Beispiel in den Abendstunden des 1., des 4. und des 6. Februar.
 |
|
|
|