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GAMMA-RAY BURSTS
Gammastrahlen aus der kosmischen Nachbarschaft
von Rainer Kayser
22. Januar 2002

Was ist die Quelle der mysteriösen Gamma-Ray-Bursts? Darüber rätseln Forscher schon seit Ende der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts. Amerikanische Wissenschaftler haben jetzt eine überraschende Spur entdeckt: Die Quelle mancher Bursts könnte der Erde dichter sein als bislang angenommen.

Ein Teil der rätselhaften Gammastrahlungsausbrüche kommt entgegen den bisherigen Vermutungen der Astronomen aus unserer kosmischen Nachbarschaft. Das konnte Jay Norris vom Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt anhand einer neuen Analyse von über 1400 der energiereichen Gamma Ray Bursts jetzt nachweisen. Demnach hat die Strahlung von 100 der beobachteten Ausbrüche ihren Ursprung in einer Entfernung von bis zu 325 Millionen Lichtjahren - im kosmologischen Maßstab für die Astronomen nicht mehr als ein Katzensprung.

Gammastrahlungsausbrüche sind die energiereichsten Ereignisse im Kosmos. Jeden Tag wird die Erde von ein oder zwei Gammastrahlungsschauern getroffen. Seit den sechziger Jahren schon rätseln die Astronomen über die Ursache dieser Strahlung. Bislang vermuteten die Forscher, es handele sich um gigantische Explosionen in Milliarden von Lichtjahren entfernten Galaxien. Zumindest für einen Teil der Ausbrüche stimmt das jedoch nicht.

Norris und seine Kollegen waren bereits vor einiger Zeit auf einen Zusammenhang zwischen der Gesamtenergie und der zeitlichen Verzögerung zwischen den hochenergetischen und niederenergetischen Gammastrahlen eines Ausbruchs gestoßen. Diesen Zusammenhang konnten die Forscher nun nutzen, um die Entfernung der Ausbrüche zu bestimmen. Bei denn 100 nahen Ausbrüchen handelt es sich, so vermutet Norris, um die Explosion von Sternen mit der zehn- bis fünfzigfachen Masse unserer Sonne.

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AstroLinks: Gammastrahlen-Astronomie
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