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DISCOVERY-MISSIONEN
Kepler sucht nach zweiter Erde
von Stefan Deiters
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28. Dezember 2001

Mit zwei Missionen will die amerikanische Weltraumbehörde NASA ab 2006 Antworten auf zwei faszinierende Fragen finden: Wie entstand unser Sonnensystem und sind wir alleine im Weltall? Die Sonde Dawn soll dazu die beiden massereichsten Asteroiden, Ceres und Vesta, besuchen und das Weltraumteleskop Kepler nach erdähnlichen Planeten um ferne Sonnen fahnden.

Kepler
So stellt sich der Grafiker der NASA das Weltraumteleskop Kepler vor. Bild: ARC/NASA

"Kepler und Dawn repräsentieren genau den Typ von Missionen, die die NASA durchführen sollte, nämlich Missionen die einige der wichtigsten Fragen der Wissenschaft beantworten und trotzdem relativ preisgünstig sind", so Dr. Edward Weiler vom NASA Hauptquartier. "Die Auswahl der Missionen macht deutlich, wie fortgeschritten wir mit unseren Fähigkeiten sind, den Weltraum zu erforschen, wenn zwei Missionen mit so ehrgeizigen Zielen im Rahmen des Discovery-Programms durchgeführt werden." Discovery-Missionen sind kleinere NASA-Missionen, deren Kostenrahmen streng limitiert ist. So stehen für Kepler und Dawn maximal 299 Millionen Dollar zur Verfügung. Im Rahmen des Discovery-Programms sind bislang erfolgreich beendete Missionen wie Near Shoemaker und Mars Pathfinder oder laufende Projekte wie Genesis und Stardust durchgeführt worden.

Während der Dawn-Mission soll die Sonde 2006 eine neunjährige Reise antreten, um die beiden massereichsten Asteroiden, Ceres und Vesta, zu untersuchen. Diese beiden "Mini-Planeten" unterscheiden sich sehr voneinander und so erhoffen sich die Forscher von ihrer Untersuchung neue Daten über die Entstehung unseres Sonnensystems. Beide Asteroiden befinden sich im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Während Ceres eine recht einfache Oberflächenstruktur sowie wasserhaltige Mineralien und vielleicht auch eine dünne Atmosphäre hat, ist Vesta trocken und wurde wie unser Mond viele Male durch kleinere Felsbrocken getroffen und ist dementsprechend zerklüftet.

Dawn wird über einen Ionen-Antrieb verfügen, der im Rahmen der Deep Space 1-Mission getestet wurde. Während der Reise durch den Asteroidengürtel wird Dawn sowohl Vesta als auch Ceres in verschiedenen Höhen umkreisen und sich den Asteroiden dabei bis auf 100 Kilometer annähern.

Die zweite jetzt für das Discovery-Programm ausgewählte Mission ist nicht weniger faszinierend: Das Weltraumteleskop Kepler soll sich auf die Suche nach der zweiten Erde machen. Dabei wird Kepler nach Planetentransits Ausschau halten, also jenen Ereignissen, bei denen ein ferner Planet von der Erde aus gesehen gerade vor seiner Sonne entlang wandert. Dabei reduziert der Planet die Lichtmenge die uns von dem fernen Stern erreicht. Durch mehrfaches Beobachten dieses Ereignisses kann man dann Orbit und Masse der fernen Welt bestimmen. Von der Erde aus war bislang ein solches Ereignis beobachtet worden (astronews.com berichtete). Kepler soll ein Feld mit rund 100.000 Sonnen ständig beobachten, um so eventuelle Transits auszuspüren.

Links im WWW
Dawn , Projekthomepage
Kepler, Projekthomepage
siehe auch
Ferne Welten - Auf der Suche nach der zweiten Erde
AstroLinks: Asteroiden
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