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JUPITERMONDE
Eine Milliarde Jahre im Zeitraffer
von Rainer Kayser
5. Dezember 2001

Die Trabanten des Gasriesen Jupiter lassen sich recht einfach in zwei Gruppen unterteilen: In die großen - oder auch galileischen - Monde und in eine Vielzahl kleinere Begleiter. Letztere umkreisen den Jupiter auf Bahnen, die sich recht deutlich von einer Kreisbahn unterscheiden. Neue Computersimulationen zeigen jetzt, wo die Ursache liegen könnte.

Jupiter und Monde
Jupiter und seine vier großen Monde. Bild/Montage: NSSDC/NASA

Die Anziehungskräfte der Planeten und der Sonne wirken wie ein kosmisches Sieb und trennen die kleinen und die großen Monde des Jupiters voneinander. Das ist das Ergebnis einer dreimonatigen Computersimulation, mit der ein amerikanisches Forscherteam die Bahnbewegung der Jupitermonde über einen Zeitraum von einer Milliarde Jahre quasi im Zeitraffer verfolgt hat. Damit haben die Forscher erstmalig eine Erklärung dafür, warum die kleineren Monde des Riesenplaneten auf ungewöhnlichen Bahnen kreisen.

"Die Umlaufbahnen der großen Monde nämlich sind kreisförmig und verlaufen in der Äquatorebene des Planeten", erläutert Joseph Burns von der Cornell University, der das Projekt leitet. "Die kleineren Trabanten mit Durchmessern zwischen 15 und 150 Kilometern dagegen besitzen elliptischen Bahnen, die oftmals stark gegen diese Ebene geneigt sind. Wir wollten herausfinden, warum das so ist!"

Drei Monate lang simulierten Burns und seine Kollegen deshalb auf einem Cluster aus 64 Servern mit jeweils vier Intel Pentium III Xeon 500 Mhz Prozessoren die Umlaufbahnen hypothetischer Jupitermonde. Die Rechnungen zeigten, dass die Schwerkraft der Planeten und der Sonne die Umlaufbahnen der kleineren Monde wesentlich stärker stört, als jene der großen. Burns, der die Ergebnisse am Wochenende auf einer Fachtagung in New Orleans präsentierte, sieht in der Analyse der Bahnbewegungen der Monde einen ersten Schritt zum Verständnis der Entstehung der großen Planeten.

siehe auch
AstroLinks: Jupiter 
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