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SONNE
Blick in das Innere eines Sonnenflecks
von Rainer Kayser
7. November 2001

Einen spektakulären Einblick in das Innere eines Sonnenflecks gewähren jetzt von der Stanford University veröffentlichte Bilder. Die Bilder zeigen Ströme elektrisch geladenen Gases, die mit Geschwindigkeiten von über 4500 Kilometern pro Stunde in das Innere der Sonne absinken. Durch diese Plasmaströme werden die Magnetfelder gebündelt, die die Sonnenflecken abkühlen.

Sonnenfleck
Sonnenfleck. Bild: Stanford Universität / Tom Bridgman

Sonnenflecken sind "kühle" Regionen auf der Sonne. Ihre Temperatur beträgt etwa 4800 Grad im Vergleich zur rund 6000 Grad heißen Sonnenoberfläche. Deshalb erscheinen sie dunkel im Vergleich zur heller strahlenden ungestörten Oberfläche der Sonne. Seit langem wissen die Sonnenforscher, dass die kühleren Regionen durch starke, gebündelte Magnetfelder entstehen. Welche physikalischen Prozesse im Inneren der Sonnenflecken ablaufen und wodurch die Magnetfelder zusammengehalten werden, war jedoch der direkten Beobachtung unzugänglich.

Das änderte sich mit dem 1995 gestarteten europäisch-amerikanischen Sonnensatelliten SOHO. Spezielle Instrumente an Bord des Satelliten messen die Geschwindigkeit von Schallwellen, die die Sonne durchqueren. Ganz ähnlich wie in der Seismologie lassen sich mit dieser "Helioseismologie" Rückschlüsse über den innerer Aufbau der Sonne ziehen.

Ein Team der Stanford University hatte 1998 einen großen Sonnenfleck mit den SOHO-Instrumenten beobachtet. Die wissenschaftlichen Ergebnisse ihrer Messungen haben die Forscher bereits im August dieses Jahres im Fachblatt Astrophysical Journal veröffentlicht. Jetzt präsentieren die Sonnenforscher Bild- und Videomaterial, dass die Vorgänge im Inneren des Sonnenflecks in für Laien verständlicher Form darstellt. "Es ist das erste Mal, dass wir die Dynamik eines Sonnenflecks unter der Sonnenoberfläche beobachten konnten", erläutert Alexander Kosovichev von der Stanford University die Bedeutung der Forschungsarbeit. Eines der überraschenden Ergebnisse der Untersuchungen ist, dass die kühle Region des Sonnenflecks lediglich 4600 Kilometer in die Tiefe reicht.

Links im WWW
SOHO, Seiten der ESA
Sunspots Presseveröffentlichung, Filme und Fotos
The Solar and Heliospheric Observatory, wissenschaftliche Homepage 
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