Home  |  News  | Forum  |  Links  |  Kalender  | Glossar  | Frag astronews.com  | Über uns    
astronews.com  
Nachrichten
Home  : Nachrichten : Forschung : Artikel

 
NEUTRINOS
Neutrinos künden von erster Sternengeneration
von Rainer Kayser
6. November 2001

Die gewaltigsten Explosionen im Kosmos, so genannte Gammastrahlungs-Ausbrüche (Gamma Ray Bursts), schicken nach Ansicht zweier Astronomen eine Art Vorwarnung voraus. Zehn Sekunden vor dem Gamma-Ausbruch erfolgt demnach ein ebenso gewaltiger Ausbruch von hochenergetischen Neutrinos. Die Beobachtung dieser Neutrinos könnte, so die Forscher im Fachblatt Physical Review Letters, Aufschluss über die erste Sternengeneration im Kosmos liefern.

Unsere Erde wird jeden Tag von ein oder zwei Gammastrahlungs-Schauern getroffen, die jeweils nur wenige Sekunden andauern. Ihr Ursprung liegt in fernen Galaxien. Welche physikalischen Vorgänge für die Aussendung der hochenergetischen Strahlung verantwortlich ist, ist noch unklar. Peter Meszaros von der Penn State University in den USA und Eli Waxman vom Weizmann Institute of Science in Israel glauben, dass der Kollaps massiver Sterne für die Mehrheit der Ausbrüche verantwortlich ist.

In ihrem Modell kollabiert das Innere eines solchen Sterns zu einem Schwarzen Loch, dabei wird ein Teil der Sternenmaterie in einem gebündelten Strahl (ein so genannter Jet) nach außen geschleudert. Durch den Zusammenprall dieser Materie mit Gas in der Umgebung des kollabierenden Sterns kommt es, so Meszaros und Waxman, zur Erzeugung der Gammastrahlung. Interne Schockwellen in dem Materiestrahl erzeugen aber bereits zuvor eine große Zahl von hochenergetischen Neutrinos. Neutrinos sind elektrische neutrale, nahezu masselose Teilchen, die sehr schwer nachweisbar sind.

Meszaros und Waxman vermuten weiter, dass es in der Frühzeit des Kosmos viele massive Sterne gab, bei deren Kollaps der Materiestrahl jedoch "verschluckt" wurde, also nicht nach außen dringen konnte. So kündet zwar kein Gamma-Ausbruch vom Schicksal dieser Sterne, aber die beim Kollaps erzeugten Neutrinos sollten mit großen Detektoranlagen nachweisbar sein. Solche Anlagen sind zum Beispiel in der Antarktis geplant, wo die Wissenschaftler einen kubikkilometergroßen Bereich des Eises als Detektor nutzen wollen.

Suche | Kontakt | Hilfe
Nachrichten
Forschung
Chandra: Neue Methode zum "Wiegen" Schwarzer Löcher

Sterne: Rotation beeinflusst Form des Magnetfelds

Relativitätstheorie: Doppelter Pulsar bestätigt Einstein

Raumfahrt
ISS: Die Zukunft der ISS

SmallGEO: Neuartige Ionentriebwerke zur Lageregelung

Mars Express: Rendezvous mit Phobos

Sonnensystem
Deep Impact: Kleiner blauer Punkt im All

SOHO: Sonnensonde findet 1500. Kometen

Sonne: Ruhige Sonne nicht ungewöhnlich

Teleskope
Spitzer: Zweithellster Stern der Milchstraße entdeckt?

Hubble: Das Alter von NGC 6791

Spitzer: Stellarer Babyboom im jungen Universum

Amateurastronomie
Jupiter: Gasriese in Opposition

Mondfinsternis: Roter Mond am frühen Morgen

Venus: Amateure unterstützen Venus Express

Bookmarken bei
Diesen Artikel bookmarken bei Webnews Diesen Artikel bookmarken bei Mister Wong Diesen Artikel bookmarken bei Google Diesen Artikel bookmarken bei yigg.de Diesen Artikel bookmarken bei furl Diesen Artikel bookmarken bei del.icio.us
 
an.c Home | Nachrichten | AstroNews4U | AstroLinks | AstroGlossar | Frag astronews.com
Forum | Sternenhimmel | Startrampe | TV-Guide | Bild des Tages | Suche | Über uns
Impressum | Werbung
 | Copyright Stefan Deiters und/oder Lieferanten 1999-2008. Alle Rechte vorbehalten.  [ Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung ] W3C
 
Werbung
Werbung
Werbung