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ISS
Kaulquappen im Weltall
Redaktion
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18. Oktober 2001

Am kommenden Sonntag soll vom russischen Raumfahrtbahnhof Baikonur aus ein Soyuz-Raumschiff zur Internationalen Weltraumstation ISS starten. Passagiere sind - neben der normalen Besatzung - auch eine Gruppe von Frosch-Kaulquappen, deren Schwimmverhalten unter Schwerelosigkeit auf der ISS untersucht werden soll.

ISS
Kaulquappen machen sich am Sonntag auf den Weg zur ISS. Foto: NASA

Am kommenden Sonntag sollen vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan an Frosch-Kaulquappen für zehn Tage zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Sie treten diese Reise im Rahmen von Experimenten an, mit denen sich Deutschland an der französischen Taxiflug-Mission zur ISS beteiligt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) fördert diese Beiträge mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Forscher der Universität Ulm schicken kleine Froschlarven in den Weltraum, um die Wirkung der Schwerelosigkeit auf das Schwimmverhalten und auf das Gleichgewichtsorgan der Tiere zu untersuchen.

In der bereits auf der ISS befindlichen Plasmakristallapparatur PKE sollen die Untersuchungen vom Frühjahr 2001 fortgesetzt werden. Für zehn Tage wird die französische Astronautin Claudie Haigneré zusammen mit zwei russischen Kosmonauten-Kollegen die ISS besuchen und dabei unter anderen auch die deutschen Experimente durchführen. Sowohl das biologische als auch das materialwissenschaftliche Experiment laufen in deutsch-französischer bzw. deutsch-russisch-französischer Zusammenarbeit.

Krallenfrosch-Kaulquappen starten bereits zum dritten Mal in den Weltraum. Die Wissenschaftler wollen diesmal untersuchen, wie Kaulquappen verschiedenen Alters in Schwerkraft auf der Erde, in Schwerelosigkeit im All und anschließend wieder auf der Erde schwimmen und welche Reflexe sie dabei zeigen. In den Gleichgewichtsorganen suchen sie nach Veränderungen der Gehörsteinchen, den so genannten Otolithen, sowie in Form und Gestalt der Zellen und Gewebe. Anhand dieser Untersuchungen wollen die Forscher besser verstehen, wie groß die Einwirkung der Schwerkraft auf Organismen im Besonderen während der Jugend- und Entwicklungsphase ist. An Vorbereitung und Auswertung sind deutsche und französische Schüler beteiligt.

Bei der Fortsetzung der Plasmakristall-Experimente sollen die Parameter des Versuchsaufbaus geändert werden. Forscher des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching wollen diesmal im Plasma Keimbildung und Teilchenwachstum beobachten, letztendlich aus Material, das sich noch aus den vorangegangenen Untersuchungen auf den Elektroden der Experimentkammer befindet. Damit soll das Wachstum sehr kleiner Teilchen (Nanoteilchen) erforscht werden - und damit dann auch die Ordnungszustände des Teilchensystems im Plasma. Zukünftig können die Erkenntnisse zur Herstellung neuer Oberflächenbeschichtungen dienen. Zudem soll die bei vielen plasmatechnologischen Prozessen unerwünschte und somit zur Verschmutzung von Oberflächen führende Bildung von Teilchen erforscht werden.

Links im WWW
ISS, Seiten der NASA  
siehe auch
ISS - die astronews.com-Berichterstattung über die ISS
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