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GALILEO
Erneut Io-Passage überstanden
von Stefan Deiters
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17. Oktober 2001

In der Nacht von Montag auf Dienstag überflog die kleine NASA-Sonde Galileo erneut den Jupitermond Io. Diesmal betrug der Abstand zwischen der Sonde und der Südpolarregion des Jupitertrabanten nur 181 Kilometer - so dicht war Galileo dem Mond noch nie gekommen. Alles deutet aber darauf hin, dass das kleine Raumschiff auch diesen Vorüberflug gut überstanden hat.


Jupitermond Io.  Darstellung: JPL/NASA

Der dichte Vorüberflug war offiziell gestern um 2.23 Uhr MEZ beendet und fand während des 32. Orbits der kleinen Sonde um den Jupiter statt. Er führte das Raumschiff mit einer Annäherung von 181 Kilometern dichter an den Jupitermond heran als jeder andere Vorbeiflug an dem vulkanischen Mond zuvor. Die ersten Signale von Galileo, die darauf hindeuteten, dass alles gut geklappt hatte, wurden eine Stunde nach dem Vorüberflug von der NASA Deep Space Network Antenne in der Nähe von Madrid empfangen.

"Der sehr intensive Strahlungsgürtel von Jupiter macht die Vorüberflüge am Mond Io sehr risikoreich, aber es sieht so aus, als ob es Galileo einmal wieder für uns geschafft hätte", so Dr. Eilene Theilig vom NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL) im kalifornischen Pasadena. Galileo ist seit 1995 im Orbit um den Gasriesen und hat seit dieser Zeit schon mehr als die dreifache Strahlenmenge überstanden, als für die das Raumschiff konstruiert worden war. Die NASA hatte die ursprünglich auf zwei Jahre angelegte Mission insgesamt dreimal verlängert, um die Robustheit der kleinen Sonde auszunutzen.

Gestern Nachmittag hatte Galileo rund 70 Prozent der Daten aufgezeichnet, die das Raumschiff bei dieser Passage durch das innere Jupitersystem aufnehmen sollte. Sie begann am 13. Oktober und umfasste neben der erneuten Untersuchung von Io auch Beobachtungen des Jupiter und des Mondes Europa. Die Bilder und Daten werden in den nächsten drei Monaten über das Deep Space Network zur Erde übermittelt.

Zwar deuten erste Daten darauf hin, dass Galileos Kamerasystem einwandfrei funktioniert hat. Doch genaue Angaben über die Bildqualität werden erst möglich sein, wenn die Bildübertragung beginnt, was etwa Ende des Monats der Fall sein wird. Mit der Kamera hatte es im letzten Jahr Probleme gegeben, da die Strahlung die Kameraelektronik beeinträchtigt hatte. Diese Aussetzer der Kamera sollten mit einer neuen Software minimiert werden, die vor zwei Wochen zu Galileo überspielt wurde.

Von diesem erneuten Vorüberflug an Io erhoffen sich die Forscher vor allem Informationen über das Magnetfeld des Jupitertrabanten in der Südpolregion. Dies könnte Hinweise auf das Innere des Mondes und auf die Wechselwirkungen mit dem starken Magnetfeld des Gasriesen geben. Zudem wurden die Vulkane von Io erneut untersucht, darunter auch eine neue Eruption, die beim letzten Vorüberflug im August entdeckt worden war.

Links im WWW
Galileo, Webseite der NASA
siehe auch
Galileo: Flug über den Vulkan - 6. August 2001
Galileo: Im richtigen Moment fotografiert - 21. Dezember 1999
AstroLinks: Jupiter
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