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HUYGENS
Acht Mal getestet, acht Mal alles OK
von Stefan Deiters
astronews.com
25. September 2001

Ende letzter Woche bestand die ESA-Sonde Huygens, die Huckepack mit der NASA-Sonde Cassini auf dem Weg zum Saturn ist, den achten Systemtest während des Flugs. Die Signale, die anzeigten, dass alles mit den Instrumenten an Bord in Ordnung ist, kamen aus rund einer Milliarde Kilometer Entfernung.

Cassini / Huygens
Cassini und Huygens  (in gold im Vordergrund). Bild: ESA/ David Seal

Die Funktionsfähigkeit einer Raumsonde zu überprüfen, die sich mit einer Geschwindigkeit von rund 80.000 Kilometern pro Stunde von der Erde entfernt, erfordert einiges an Vorbereitung. Doch die Techniker von der Europäischen Weltraumbehörde ESA sind in dieser Angelegenheit schon alte "Hasen": Bereits sieben Mal haben sie den Titan-Lander Huygens im Flug getestet. Huygens reist an Bord der NASA-Saturnsonde Cassini zum Ringplaneten und soll dessen geheimnisvollen Mond Titan erkunden. Der Test von Huygens geschah in enger Zusammenarbeit zwischen dem NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL) im kalifornischen Pasadena und dem European Space Operations Centre (ESOC) in Darmstadt.

"Wir haben uns zuvor mit den Verantwortlichen der einzelnen wissenschaftlichen Instrumente über die Abfolge der Tests abgestimmt und daraus eine Sequenz von Kommandos erstellt, die wir zunächst mit einem Huygens-Modell auf der Erde getestet haben", erläutert Claudio Sollazzo, der bei ESOC für den Titan-Lander verantwortlich ist. "Als mit dem Modell alles getestet war, wurden die Informationen an das JPL übermittelt, da alle Daten für Huygens über Cassini empfangen werden müssen."

Über das Deep Space Network der NASA gelangten die Daten zu den beiden Sonden. Am letzten Donnerstag schaltete Cassini die Elektronik an Bord von Huygens an, so dass der Computer der Sonde die Testsequenz ausführen konnte. Anschließend wurden über vier Stunden lang die Testergebnisse zur Erde übermittelt. Bevor die ersten Daten ankamen, vergingen allerdings wegen der großen Entfernung über 50 Minuten. In Darmstadt begann man sofort mit der Analyse der Informationen: "Alles lief hervorragend", freute sich Sollazzo. Die genauen Werte wurden inzwischen an die Projektleiter der einzelnen Geräte weitergeleitet. Der nächste Test ist für März 2002 geplant.

Links im WWW
Huygens, Projekthomepage der ESA
Cassini, Projekthomepage am JPL
ESOC, European Space Operations Centre, Darmstadt
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