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JUPITERMOND KALLISTO
Welt aus Eis und Staub
von Stefan Deiters
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23. August 2001

Am 25. Mai überflog die NASA-Sonde Galileo den Jupitermond Kallisto (astronews.com berichtete), der vielen Planetenforschern als "hässliches Entlein" unter den Jupitertrabanten gilt. Die detaillierten Aufnahmen, die jetzt veröffentlicht wurden, offenbaren eine eigentümliche Landschaft aus hellem Eis und dunklem Staub und aktive Erosionsprozesse.

Kallisto
Die Oberfläche des Jupitermondes Kallisto. Foto: NASA / JPL / Universität von Arizona
 Großansicht und weitere Details 
Das besonderes an den Aufnahmen, die aus einer Entfernung von weniger als 138 Kilometern entstanden, ist, dass die Forscher auf ihnen Spuren von noch aktiver Erosion zu erkennen glauben. Die Bilder sind die detailliertesten Ansichten, die je von einem Jupitermond gemacht wurden. "Wir haben noch nie zuvor eine Landschaft wie diese gesehen", freut sich James Klemaszewski vom Academic Research Lab in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona. "Es sieht ganz danach aus, als würde es tatsächlich noch Erosion auf dem Mond geben, was sehr überraschend ist."

Kallisto hat etwa die selbe Größe wie der Planet Merkur ist der am weitesten entfernte Jupitermond unter den vier großen Trabanten des Gasriesen. Seine Oberfläche weist eine Unzahl von Einschlagskratern auf, was ihn zum am meisten mit Kratern übersäten Mond des Sonnensystems macht. Die Wissenschaftler deuten dies als Zeichen dafür, dass der Mond geologisch "tot" ist, da die Einschlagkrater nicht wieder etwa von Lavaströmen zerstört worden sind. Auf den anderen Jupitermonden sorgten vermutlich genau diese dafür, dass von den Einschlagskratern nicht mehr viel zu sehen ist.

Die kleinen eisigen Hügel auf den neuen Bildern könnten Material sein, das während eines gewaltigen Einschlags vor Milliarden Jahren weggeschleudert wurde oder aber die stark erodierten Überreste einer großen Einschlagsstruktur. Jede helle Erhebung ist umgeben von dunklerem Staub, der von dem Gipfel hinuntergerutscht zu sein scheint. "Die Erosion schreitet voran und irgendwann werden die Strukturen vielleicht ganz verschwunden sein", so Klemaszewski. Der Staub könnte beispielsweise zuvor in Eis gefangen gewesen sein, dass verdampft ist. An manchen Stellen an der Oberfläche scheinen die kleinen Hügel schon ganz verschwunden zu sein. Hier ist nur noch ebenes Gelände mit dunklerem Material zu sehen.

Die kleinen Hügel haben eine Höhe von etwa 80 bis 100 Metern. Auf den Detailansichten sind Strukturen zu erkennen, die bis zu drei Metern klein sein können. Sie stammen aus einer Region des Mondes, die südlich des großen Asgard Einschlagkraters liegt (siehe Großansicht).

Links im WWW
Galileo, Webseite der NASA
siehe auch
Galileo:Letzter Besuch bei Kallisto - 23. Mai 2001
AstroLinks: Jupiter
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