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KOSMOLOGIE
Das Universum im Computer

von Stefan Deiters
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1. August 2001

Mit einem "Kosmologie-Maschine" genannten Supercomputer wollen Astronomen der Universität im britischen Durham unser Universum im Computer nachbilden. Das gestern eingeweihte Gerät ist der leistungsstärkste akademische Computer in Großbritannien und bewältigt zehn Milliarden arithmetische Operationen pro Sekunde.

Centaur
Centaur, der 128 Prozessor Cluster. Foto: ICC/Universität Durham

Mit Hilfe der Kosmologie-Maschine sollen die vielen vorhandenen Daten von Beobachtungen über das Verhalten von Sternen, Gas, ganzen Galaxien und der mysteriösen Dunkelmaterie zusammengefasst und daraus berechnet werden, wie Galaxien und Sonnensysteme entstanden sind und sich entwickelten. Aus verschiedenen Theorien über die Entwicklung des Kosmos kann der Computer virtuelle Universen erzeugen und diese mit dem richtigen Universum vergleichen. Auf diese Weise hofft man die Theorien zu finden, die die Realität am besten erklären können.

Der neue Superrechner wurde von Sun Microsystems hergestellt und gestern an der Universität von Durham, England, der Wissenschaft übergeben. Er wird betrieben vom dortigen Institute for Computational Cosmology (ICC). Der Computer besteht aus 128 Ultra-SparcIII-Prozessoren und einer 24-Prozessor SunFire. Damit berechnet die Kosmologie-Maschine, die zu den zehn größten Rechnern in Großbritannien zählt, zehn Milliarden arithmetische Operationen pro Sekunde. Der Rechner verfügt über einen Arbeitsspeicher von 112 Gigabyte und über sieben Terabyte an Datenspeicher. Das entspricht ungefähr dem Inhalt von 11.000 CD-ROMs. 

"Mit der neuen Maschine können wir die Entwicklung des gesamten Universums wiedererstehen lassen, vom Urknall bis heute", so ICC-Direktor Carlos Frenk. "Wir können den Computer beibringen, wie man künstliche Universen erzeugt, die man dann mit aktuellen Beobachtungen vergleichen kann. Es ist schon bemerkenswert, dass alles was man zu solchen Simulationen benötigt, die selben physikalischen Gesetze sind, die auch unser tägliches Leben auf der Erde bestimmen."

Das Institut von Durham gehört in Sachen Kosmologie zu den führenden Institutionen auf der Welt. Es ist unter anderem am so genannten Virgo-Konsortium beteiligt, einem Zusammenschluss von rund 30 Forschern aus Großbritannien, Deutschland, Kanada und den USA, die sich mit kosmologischen Simulationen beschäftigen.

Links im WWW
Institute for Computational Cosmology, Durham
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