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XMM
Eindrucksvolles UV-Bild von M81
von Stefan Deiters
astronews.com
20. Juni 2001

Mit Hilfe der Optical Monitor Camera an Bord des europäischen Röntgenteleskops XMM Newton gelang jetzt ein eindrucksvolles Bild von M81. Es zeigt die rund zwölf Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie im ultravioletten Bereich des Lichtes, in dem sich Sternentstehungsgebiete, Supernova-Explosionen und gewaltige Schwarze Löcher verraten.

M81
UV-Bild der Galaxie M81. Foto: ESA  
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Die Spiralgalaxie M81 oder auch NGC 3031 ist im Sterbild Großer Bär zu finden und liegt in rund zwölf Millionen Lichtjahren Entfernung von der Erde. M81 gehört zu den leuchtkräftigsten Galaxien am Nordhimmel und sie bildet mit ihrem Nachbarn, der Galaxie M82, ein interessantes Paar, das sich vermutlich vor einigen Millionen Jahren sehr nahe gekommen ist. M81 ist leicht mit kleinen Amateurteleskopen zu beobachten und kann mit etwas Glück sogar mit bloßem Auge ausgemacht werden

Das UV-Bild von M81 verrät den Astronomen einige wichtige Details über die Vorgänge in der Galaxie, die eine Durchmesser von mindestens 22.000 Lichtjahren hat. So verbergen sich hinter den hellen, leicht bläulich schimmernden Punkten heiße Sternentstehungsgebiete, in denen gerade neue Sterne geboren werden. Sie sind beispielsweise in der Nähe des Zentrums und in den beiden Spiralarmen von M81 zu erkennen. "M81 enthält viele junge Sterne, die man am besten im Ultravioletten beobachten kann", erläutert die Astronomin Alice Breeveld. "Die UV-Bilder filtern quasi die Regionen mit intensiver Sternentstehung heraus. Wir nehmen an, dass eine Kollision mit der Nachbargalaxie M82 für die Entstehung der Spiralarme gesorgt haben könnte."

Die kältesten Regionen der Galaxie erscheinen auf dem Bild in rötlicher Farbe. Sie stehen für die Regionen von M81, wo es hauptsächlich ältere und weniger massereiche Sterne gibt, die bald das Ende ihres nuklearen Lebens erreicht haben. Bei den sehr hellen roten Punkten handelt es sich um Vordergrundsterne aus unserer eigenen Galaxie.

Der helle Punkt im Zentrum ist der Kern von M81, der den Astronomen nach wie vor Rätsel aufgibt: Handelt es sich um eine Starburst-Region mit intensiver Sternentstehung oder um eine Quasar-ähnliche Struktur mit einem gewaltigen Schwarzen Loch? Bisherige Beobachtungen lieferten hier noch keine eindeutigen Hinweise. Zur Klärung könnte aber das Röntgenteleskop XMM Newton beitragen, da man mit ihm sowohl Röntgenaufnahmen als auch Aufnahmen im ultravioletten Bereich des Lichtes machen kann. Durch die Kombination dieser Daten erhoffen sich die Forscher dann einen detaillierten Einblick in die Vorgänge in der entfernten Galaxie.

Das europäische Röntgenteleskop XMM Newton verfügt als einziges Teleskop über die Fähigkeit Beobachtungen in den hier entscheidenden Wellenlängenbereichen zu machen. Dazu existiert an Bord parallel zum Röntgenteleskop der so genannte Optical Monitor, der den gleichen Bereich des Himmels beobachten kann wie das Hauptinstrument. Die Leistungsfähigkeit des Optical Monitor entspricht in etwas einem Vier-Meter-Teleskop auf der Erde.

Links im WWW
XMM-Newton, Homepage der ESA
siehe auch
Hubble: Die Folgen einer Galaxienkollision - 8. März 2001
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