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HUBBLE HERITAGE PROJEKT
Die Jahreszeiten auf Saturn
von Stefan Deiters
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12. Juni 2001

Normalerweise entführen einen die Bilder, die das Team des Hubble-Heritage-Projektes jeden Monat veröffentlicht zu weit entfernten Galaxien. In diesem Monat ist das anders: Im Juni gilt das Interesse dem Ringplaneten Saturn und dem Einzug des Winters auf der nördlichen Hemisphäre des Gasriesen.

Saturn
Hubble-Aufnahmen des Saturn aus fünf Jahren. Foto: NASA und das Hubble Heritage Team (STScI/AURA)
 Großansicht 
Die jetzt veröffentlichte Zusammenstellung von Aufnahmen des Hubble-Weltraumteleskops zeigen den majestätischen Ringplaneten über eine Zeitspanne von 5 Jahren. Die Veränderungen in dieser Zeit sind auf der Bildfolge deutlich zu erkennen: Die Saturnringe - zunächst nur von der Seite zu sehen - öffnen sich mehr und mehr dem Betrachter. Saturn umrundet die Sonne alle 29 Jahre.

Ähnlich wie die Erde umkreist auch der Saturn leicht geneigt die Sonne: Der Äquator ist relativ zum Orbit um 27 Grad geneigt, bei der Erde sind es 23 Grad. So kommt es auch auf dem Ringplaneten zu Jahreszeiten. Das unterste Bild auf der Zusammenstellung (siehe Großansicht) zeigt den Ringplaneten zu Herbstbeginn in der nördlichen Hemisphäre, das letzte Bild oben recht zeigt den Saturn nahezu zum Winteranfang.

Für Astronomen sind in diesen Aufnahmen besonders die Variationen in der Helligkeit und Farbe der Ringe interessant. Sie hoffen, auf diese Weise etwas über die Zusammensetzung der Ringe zu lernen, wie sie entstanden sind und wie lange diese faszinierenden Strukturen überleben werden. Die Ringe des Saturn sind außergewöhnlich dünn: Sie haben nur eine Dicke von zehn Metern und bestehen aus staubigem Wassereis in Form von felsbrockengroßen Klumpen die hin und wieder kollidieren. Durch sein Gravitationsfeld verhindert Saturn, dass sich die Klumpen zu einem Mond zusammentun. Die Ringe scheinen auf den Bildern einen leichten Rotschimmer zu haben, was sich die Forscher durch organische Materialen erklären, die in das Eis gemischt sind.

Saturn selbst hat einen Durchmesser von 120.000 Kilometern und ist wegen seiner schnellen Eigendrehung recht stark abgeplattet: Ein Tag auf dem Saturn dauert nur zehn Stunden. Die horizontalen Bänder in der Atmosphäre werden durch starke Winde verursacht. Weitere Einblicke in das Saturnsystem erhoffen sich die Astronomen durch die Saturnsonde  Cassini, die den Ringplaneten 2004 erreichen soll.

Links im WWW
Original Fotos und Pressemitteilung des STScI
die aktuellsten HST Bilder, Übersicht des Space Telescope Science Instituts
Hubble Heritage Projekt
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