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MESSENGER
NASA schickt Sonde zum Merkur
von Stefan Deiters
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11. Juni 2001

Die NASA hat Ende letzter Woche den Startschuss für die Entwicklung der Mission MESSENGER gegeben, die ab April 2009 den Planeten Merkur erkunden soll. Der Start der Sonde ist für den März 2004 vorgesehen. Damit wird nach über 30 Jahren erstmals wieder eine Sonde zum innersten Planeten geschickt.

Merkur
Aufnahme des Merkur der Sonde Mariner 10. Foto: NASA/NSSDC

"MESSENGER (kurz für : Mercury Surface, Space Environment, Geochemistry and Ranging) ist die komplexeste Discovery-Mission, die wir bislang unternommen haben. Unser Ziel ist es, etwas zu versuchen, was niemals zuvor versucht wurde", erläutert Dr. Jay Bergstralh von der NASA. "Einen Planeten ein Jahr lang zu umkreisen, der nur 36 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt ist und das für relativ wenig Geld, ist schon ein faszinierendes Konzept und wir haben ein Top-Team für die Entwicklung und den Betrieb der Sonde ausgewählt." Im Rahmen des Discovery-Programms der NASA werden günstige und auf ein Gebiet spezialisierte Missionen durchgeführt. Beispiele sind etwa der Mars Pathfinder oder die Sonde NEAR Shoemaker.

MESSENGER wird erst die zweite Raumsonde sein, die den innersten Planeten unseres Sonnensystems besucht. Mariner 10 ist in den Jahren 1974 und 1975 insgesamt drei Mal an dem Planeten vorübergeflogen, konnte aber nur Daten von weniger als der Hälfte des Planeten sammeln. MESSENGER, ausgestattet mit sieben wissenschaftlichen Instrumenten, soll erstmals die komplette Merkur-Oberfläche aufnehmen und detaillierte Daten über die Zusammensetzung des Planeten sammeln.

"Dies ist eine Möglichkeit, unsere Erforschung des inneren Sonnensystems zu vervollständigen", so Dr. Sean C. Salomon, Leiter der Mission. "Wir haben in den letzten Jahren viele faszinierende Missionen zu Mars und Venus durchgeführt und so interessante Theorien entwickelt, wie die inneren Planeten entstanden sind. Merkur stand immer etwas außen vor und ließ jede Menge Fragen offen. Merkur ist das letzte Stück im Puzzle." Und dieses Stück verspricht interessant zu werden: Warum besteht Merkur hauptsächlich aus Eisen? Warum verfügt er - außer der Erde - als einziger innerer Planet über ein globales Magnetfeld? Wie kann es in dieser Nähe zur Sonne möglich sein, das es Eis in Krater in der Nähe der Pole gibt?

Die Reise von MESSENGER zum Merkur wird fünf Jahre dauern und die Sonde wird dabei zweimal die Venus und den Merkur selbst passieren, um so einen Orbit um den innersten Planeten zu erreichen. Die Geräte werden hinter einem Hitzeschutzschild arbeiten, so dass sie im wesentlichen bei Raumtemperatur betrieben werden können. Die gesamte MESSENGER-Mission soll nicht mehr als 256 Millionen US-Dollar kosten und wird vom Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins Universität durchgeführt, die sich erst unlängst durch die NEAR Shoemaker-Mission einen Namen gemacht hat.

Links im WWW
MESSENGER, Mission-Homepage
NASA Discovery Program
siehe auch
AstroLinks: Merkur
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