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Da planen gestandene Astronomen eine fortschrittliche Satelliten-Mission namens Gaia und werden deren Start in über zehn Jahren teilweise nur noch als Rentner erleben können. Um trotzdem den Erfolg von Gaia zu sichern, versucht man schon jetzt, Nachwuchsastronomen für das Projekt zu begeistern - derzeit während einer Sommerschule in Frankreich. Dutzende junger Wissenschaftler treffen sich zur Zeit zu einer Sommerschule in Frankreich, um aus erster Hand alles über Gaia zu erfahren - die nächste Astrometrie-Mission der ESA. Als Nachfolger von Hipparcos wurde das Projekt im letzten Jahr von der europäischen Weltraumagentur genehmigt und soll um das Jahr 2012 herum gestartet werden. Das ferne Startdatum macht es für den Erfolg des Projektes äußerst wichtig, die junge Astronomengeneration in das Projekt einzubinden. Hipparcos hat während seiner Mission von 1989 bis 1993 die Astrometrie revolutioniert. Unter Astrometrie versteht man die Wissenschaft des exakten Vermessens von Sternenpositionen, das Katalogisieren von Helligkeiten, Farben und sonstigen Besonderheiten der fernen Sonnen. Durch den Hipparcos-Satelliten wurde aus dieser etwas vernachlässigten Kunst ein aktuelles Forschungsgebiet, erlaubten doch die Daten ganz neue Erkenntnisse in vielen Gebieten der modernen Astrophysik - von der Erforschung von Kometen bis hin zur Kosmologie. Gaia wird das 100fache von Hipparcos leisten können und soll eine Milliarde Sterne bis in deutlich größere Entfernung katalogisieren. Dadurch dürften bislang unerreicht genaue Daten über Position und Bewegung von Sternen aus fast der gesamten Milchstraße zugänglich sein. Zudem erwarten die Forscher deutliche Fortschritte bei der Entdeckung von Asteroiden und extrasolaren Planeten. "Gaia wird erst in mehr als zehn Jahren erste Ergebnisse liefern", so Michael Perryman, Gaia-Projektwissenschaftler. "Einzelne Personen haben schon mehr als die Hälfte ihres Arbeitslebens in Planung und Durchführung von Hipparcos sowie in das Design von Gaia investiert. Jetzt kommt es darauf an, wer den Stab übernimmt, wenn diese Wissenschaftler in den Ruhestand gehen."
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