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Astronomen der Universität von Manchester haben zusammen mit anderen Kollegen aus aller Welt rund 30 junge und sehr energiereiche Pulsare aufgespürt. Zwei von ihnen könnten das zum Teil lang gesuchte Gegenstück zweier Gammastrahlen-Quelle sein. Damit wären die Forscher bei der Enttarnung der mit speziellen Observatorien aufgespürten Gammastrahlen-Quellen einen guten Schritt weiter.
Aus der beobachteten Zunahme der Periode der beiden Pulare schließen die Forscher, dass die Sterne eine beträchtliche Energie verlieren müssen. "Schon aus diesem Grund allein, würde man erwarten, dass diese Objekte als Gammastrahlen-Quelle zu beobachten sein müssten", so Dr. Nichi D'Amico vom Observatorium im italienischen Bologna. Die ersten Gammastrahlen-Beobachtungen wurden mit zwei Satelliten in den 70er Jahren gemacht, doch bis heute ist oft nicht klar, was sich hinter den seit damals aufgespürten Gammastrahlen-Quellen verbirgt, welches Objekt also diese Strahlung aussendet. Die nun gefundenen zwei Pulsare helfen nun, wieder zwei bislang rätselhafte Gammastrahlen-Quellen zu lösen: Ihre Position stimmt nämlich exakt mit der von zwei im Rahmen des EGRET-Projektes gefundenen Gammastrahlen-Quellen überein. Bislang wurden nur etwa die Hälfte der mit EGRET gefundenen Gammastrahlen-Quellen einem astronomischen Objekt zugeordnet. Pulsare sind Neutronensterne, die aus einer gewaltigen Supernova-Explosion am Ende des Lebens eines massereichen Sterns entstehen. Sie drehen sich mit hoher Geschwindigkeit um ihre eigene Achse und senden ein gebündeltes Licht aus, was sie von uns aus beobachtet - wie kosmische Leuchtfeuer - in regelmäßigen Abständen aufblitzen lässt - jedes Mal nämlich wenn der Lichtkegel die Erde überstreicht. Daher der Name Pulsar. Die Sterne verfügen zudem über ein immenses Magnetfeld, was sie zu hochenergetischen Strahlungsquellen machen sollte. Die nun aufgespürten Pulsare wurden mit dem Parks Multibeam Survey entdeckt, bei dem mit Hilfe des Parks-Radioteleskops in Australien nach jungen und entfernten Pulsaren in der Umgebung der galaktischen Scheibe gesucht wird. Obwohl die Suche noch nicht abgeschlossen ist, hat man bis heute schon über 600 bislang unbekannte Pulsare aufspüren können und damit die Zahl der bekannten Pulsare verdoppelt. Die im Rahmen dieses Programms gefundenen Pulsare sind in der Grafik rot und gelb dargestellt. Die Forscher hoffen nach diesen ersten Erfolgen nun mit verfeinerten Methoden noch weitere Gammastrahlen-Quellen unter den Pulsaren aufspüren zu können. Wenn das gelingt, könnte es sein, so die Astronomen, dass das Rätsel um die Gammastrahlen-Quellen bald gelöst ist.
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