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KECK
Teleskope im Doppelpack
von Stefan Deiters
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16. März 2001

Das Zusammenschalten von Teleskopen kommt immer mehr in Mode: Vor wenigen Tagen hieß es "First Light" für das Keck-Interferometer, die Kombination der beiden 10-Meter-Teleskope auf Hawaii. Durch die gleichzeitige Benutzung der beiden weltgrößten Teleskope erhoffen sich die Astronomen die Leistung eines 85 Meter-Teleskops. Eines der Ziele: Die Suche nach extrasolaren Planeten. 

Keck
Das Keck-Interferometer. Foto: JPL/NASA

Die erste astronomische Aufnahme der zusammengeschalteten Teleskope, das sogenannte First Light, fand am vergangenen Montag statt. Ziel der Beobachtung war der schwache Stern HD61294. Bevor die Anlage allerdings den Wissenschaftlern übergeben werden kann, sind noch monatelange Justierungen notwendig. "Die Kombination des Lichts von zwei Teleskopen ist ein wichtiger Fortschritt für die Forschung", meinte Dr. Anne Kinney von der NASA. "Wenn man die Teleskope in dieser Weise nutzt, erhält man eine Teleskopleistung, die mit einem 85 Meter-Teleskop vergleichbar ist. Das eröffnet die Möglichkeit Bilder von bisher nicht erreichter Schärfe zu machen."

Die Kombination des Lichts zweier Teleskope ist eine große technische Herausforderung: In einem unterirdischen Tunnel wird das Licht der beiden Teleskope zusammengeführt und so angeglichen, dass die beiden Lichtstrahlen übereinstimmen. Zudem sorgt eine speziellen sogenannte adaptive Optik dafür, dass Luftunruhen in der Atmosphäre herausgefiltert werden. Den ganzen Sommer über wird die Testphase für das Keck-Interferometer weitergehen, erste wissenschaftliche Untersuchungen, wie die Suche nach Planeten, können vermutlich im Herbst beginnen.

Die Amerikaner sind mit der Idee, zwei Hochleistungsteleskope zu kombinieren nicht allein: Auch die Europäische Südsternwarte (ESO) arbeitet auf dem chilenischen Gipfel des Paranal gerade daran, zwei Teleskopeinheiten des Very Large Telescope (VLT) zu kombinieren (astronews.com berichtete). Erste Test mit diesem VLT-Interferometer sind in den nächsten Monaten geplant.

Links im WWW
W.M. Keck Observatory
ESO, Europäische Südsternwarte
siehe auch
VLT: Fortschritte im Untergrund - 12. Oktober 2000
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