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GALILEO
Feuriges Ende in der Jupiteratmosphäre
von Stefan Deiters
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16. März 2001

Die Mission der tapferen NASA-Sonde Galileo, die inzwischen alle Erwartungen der Wissenschaftler und Techniker übertroffen hat, wurde von der amerikanischen Weltraumbehörde zum dritten Mal verlängert. Während der nächsten zwei Jahre sind unter anderem noch fünf dichte Vorüberflüge an Jupitermonden geplant. Im August 2003 soll Galileo dann in der Jupiteratmosphäre verglühen.  


Galileo.  Darstellung: JPL/NASA

Seit über fünf Jahren umkreist die NASA-Sonde Galileo den Riesenplaneten Jupiter und hat seither das Wissen über das Jupitersystem deutlich vergrößert: Hinweise auf einen unterirdischen Ozean auf Europa, Details über die vulkanische Aktivität auf Io und Daten über die Jupiteratmosphäre sind nur einige der Erkenntnisse, die man der kleinen Sonde zu verdanken hat. Jetzt hat die amerikanische Weltraumbehörde NASA die Mission der Sonde zum dritten Mal verlängert.

"Wir sind stolz darauf, dass dieses Arbeitspferd unter den Raumsonden immer noch so gut funktioniert, dass es der Wissenschaft noch ein wenig länger dienen kann", meinte Dr. Jay Bergstralh vom NASA-Hauptquartier in Washington. Am 25. Mai schon soll Galileo in nur 123 Kilometern Entfernung den Jupitermond Callisto passieren und im August und Oktober die Polarregionen des Io überfliegen. Dabei werden weitere Bilder, Magnetfeldmessungen und Daten über Staubteilchen in der Umgebung des Jupitermondes erwartet.

Im nächsten Jahr wird Galileo die Untersuchung des Magnetfelds des Jupiter fortsetzen und nochmals an Io vorüberfliegen. Schließlich ist im November noch eine naher Vorüberflug am Mond Amalthea geplant, wobei versucht werden soll, die Masse und Dichte dieses kleinen Jupitertrabanten zu bestimmen. Dann wird Galileo sich in einem langen Bogen vom Jupiter entfernen, um im August 2003 direkt in die Atmosphäre des Gasriesen einzutauchen und zu verglühen. Dieses Ende von Galileo war von Experten empfohlen worden, um eine Absturz der Sonde auf einem der Monde auszuschließen. Dabei hätten, so die Befürchtung, etwaige Lebensspuren verfälscht werden können.

So sehr die Wissenschaftler die Verlängerung freut, macht sie doch das nunmehr sichere Ende auch ein wenig traurig: "Galileo hat schon jetzt viel mehr geleistet als wir je erwartet hatten und wir werden in den kommenden Monaten noch eine ganze Menge lernen können", so Galileo-Projektmanagerin Eilene Theilig. "Aber es ist schon traurig, dass nunmehr das Ende des Weges abzusehen ist. Durch die Strahlung ist die Funktion einiger Instrumente der Sonde eingeschränkt, aber die wissenschaftlichen Daten sind trotzdem noch sehr wertvoll." Die erneute Verlängerung der Galileo-Mission kostet rund neun Millionen US-Dollar.

Links im WWW
Galileo, Webseite der NASA
siehe auch
Galileo: Probleme mit der Kamera - 23. Februar 2001
Galileo: Fünf Jahre im Orbit um Jupiter
- 8. Dezember 2000
AstroLinks: Jupiter
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