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HUBBLE HERITAGE PROJEKT
Hubble beobachtet Hubble-X
von Stefan Deiters
astronews.com
4. Januar 2001

Mit der ersten Aufnahme, die das Team des Hubble-Heritage-Projektes in diesem Jahr veröffentlicht, werfen die Forscher auch einen Blick auf die Arbeit des Namensgebers des Weltraumteleskops: Edwin P. Hubble machte 1925 erstmals eine detaillierte Untersuchung der Galaxie NGC 6822 mit der darin liegenden Gaswolke Hubble-X, in der gerade viele neue Sterne entstehen.  

Hubble-X
Hubble-Aufnahme der Gaswolke Hubble-X in der Galaxie NGC 6822. Foto: NASA und das Hubble Heritage Team (STScI/AURA), C. R. O'Dell (Vanderbilt University)
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Der Name Hubble-X für die Gaswolke beruht nicht auf dem leicht X-förmigen Aussehen der Wolke, sondern darauf, dass es sich um das zehnte Objekt in einem Katalog der Objekte dieser Galaxie handelt. NGC 6822 liegt im Sternbild Schützen und ist etwa 1.630.000 Lichtjahre von der Erde entfernt - damit liegt die Galaxie in relativer Nähe zu unserer Milchstraße. In der Hubble-X genannten Gaswolke, die das Hubble Weltraumteleskop genauer betrachtete, gab es vor rund zehn Millionen Jahren ein Ausbruch heftiger Sternentstehungsaktivität - ein recht kurzer Zeitraum für Astronomen.

Die riesigen Gaswolken in NGC 6822 haben Wissenschaftler schon seit ihrer Entdeckung durch E. E. Barnard im Jahr 1881 fasziniert. Und Edwin P. Hubble, der Namensgeber des Hubble-Weltraumteleskops, nutzte 1925 ein neues Teleskop des Mount Wilson Observatory um die erste detaillierte photografische Beobachtung der Galaxie zu machen. Details wie sie nun das Hubble-Weltraumteleskop offenbart, blieben Edwin P. Hubble allerdings verborgen.

Nach den heutigen Theorien entstehen Sterne in riesigen Wolken aus Gas und Staub, die Astronomen Riesenmolekülwolken nennen. Diese sind zunächst dunkel, doch wenn sich ein oder mehrere massereiche Sterne gebildet haben, bringen sie durch ihre intensive ultraviolette Strahlung das umliegende übriggebliebene Gas zum Leuchten. Genau dies kann man bei Hubble-X beobachten. Durch die Strahlung und durch sogenannte stellare Winde, wird das Gas der Wolke weiter verteilt, so dass die Sternentstehung zu einem abrupten Ende kommt. Das vom Hubble-Heritage-Projekt heute veröffentlichte Bild wurde im September 1997 aufgenommen.  

Links im WWW
Original Fotos und Pressemitteilung des STScI
die aktuellsten HST Bilder, Übersicht des Space Telescope Science Instituts
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