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JUPITER
Galileo beobachtet Gewitter
von Stefan Deiters
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2. Januar 2001

Die gemeinsame Untersuchung des Gasriesen Jupiter durch die Sonden Cassini und Galileo trägt erste Früchte: Beide Raumschiffe lieferten Beweise für eine Variabilität der Jupiter-Magnetosphäre. Das Jet Propulsion Laboratory der NASA veröffentlichte am Wochenende weitere Bilder des Planeten - unter anderem von einem gewaltigen Gewitter. 

Gewitter auf Jupiter
Auf dieser Falschfarben-Aufnahme ist ein Gewittersturm auf Jupiter zu sehen. Auf der Nachtseite sind auch die Blitze zu erkennen (kleine Bilder). Foto: NASA/JPL

Die kleine Sonde Galileo, die Ende letzten Monats den Jupitermond Ganymed überflog (astronews.com berichtete) und dabei intensiver Strahlung ausgesetzt war, scheint den Vorüberflug an dem Trabanten des Gasriesen gut überstanden zu haben. Die Sonde Cassini hatte am 30. Dezember 2000 den Jupiter im Abstand von nur 9,7 Millionen km passiert und steuert nun auf den Saturn zu.

Die gemeinsame Beobachtung des Gasriesen durch die beiden Sonden trägt aber schon jetzt erste wissenschaftliche Früchte. So fanden sich deutliche Hinweise darauf, dass die Jupiter-Magnetosphäre, eine Blase aus geladenen Teilchen die durch das Magnetfeld des Planeten gefangen gehalten werden, variabel ist: Während sich Galileo im Herbst auf den Jupiter zu bewegte, passierte die Sonde die Grenze der Magnetosphäre, doch diese "überholte" plötzlich die Sonde wieder, so dass sich Galileo wieder außerhalb der Magnetosphäre befand. Könnte man die Magnetosphäre des Jupiters sehen, würde sie am Himmel größer erscheinen als unserer Vollmond.

Neue Erkenntnisse erhielten die Forscher auch über die riesigen Stürme, die oft über Hunderte von Jahren stabil bleiben. Diese großen Stürme scheinen ihre Energie durch das Verschlucken kleinerer Sturmgebiete zu erhalten, die wiederum ihre Energie aus anderen Regionen der Jupiteratmosphäre beziehen. "Das Wetter ist komplett anders auf dem Jupiter", begründet Dr. Andrew Ingersoll vom California Institute of Technology das Interesse der Forscher am Jupiterwetter. "Auf dem Gasriesen kann man 300 Jahre alte Stürme finden. Und wir wollen verstehen, warum das Wetter auf Jupiter so stabil und auf der Erde so veränderlich ist." 

Links im WWW
Cassini, Projekthomepage am JPL
Jupiter Millennium Flyby
, Webseite der NASA
Galileo Project Home, Webseite der NASA
siehe auch
Cassini: Vorbeiflug am Jupiter zum Jahresende - 29. Dezember 2000
Galileo: Dunkle Begegnung mit Ganymed - 28. Dezember 2000
Cassini: Probleme mit Sonde offenbar gelöst
- 22. Dezember 2000
Cassini: Interplanetarer Sound jetzt online
- 18. Dezember 2000
Cassini/Galileo: Zwei Sonden, ein Ziel
- 24. November 2000
Jupiter: Das stürmische Spiel der Wolken
- 21. November 2000
Jupiter: Neun Cassini-Bilder zeigen Drehung
- 7. November 2000
Cassini: Jetzt kommen die Farbbilder
- 10. Oktober 2000
Cassini: Erstes Bild vom Jupiter
- 6. Oktober 2000
Cassini: Asteroidengürtel überstanden
- 17. April 2000

Cassini: Sonde erreicht Asteroidengürtel
- 4. Januar 2000
Cassini: Kamera funktioniert
- 2. September 1999
Cassini: Nächstes Ziel Jupiter
- 18. August 1999

AstroLinks: Jupiter
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