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ISS/MIR
ISS: ok, Mir: oh weh
von Stefan Deiters
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27. Dezember 2000

Während ein russischer Progress-Raumfrachter über Weihnachten erneut ohne weitere Probleme an die Internationale Raumstation ISS andockte, bereitete die alternde Mir dem Kontrollteam in Moskau erhebliche Kopfschmerzen: Rund 20 Stunden lang war der Funkkontakt zum früheren Stolz der russischen Raumfahrt abgebrochen.

Progress
Das Progress-Frachtraumschiff beim Andocken an die ISS im November. Foto: NASA

Das Frachtraumschiff, das über Weihnachten an die ISS andockte, ist ein alter Bekannter: Es wurde bereits Mitte November gestartet und war wenig später, wegen eines Versagens der automatischen Andockeinrichtung, von Hand an die ISS angekoppelt worden. Kurz vor Ankunft der US-Raumfähre Endeavour hatte der Raumfrachter dann die ISS verlassen und war auf einen Parkorbit geschickt worden. Dort wurde vom einem russischen Kontrollteam die Ursache für das Versagens des automatischen Andocksystems gesucht. 

Nun wurde das Progress-Raumschiff erneut von Hand an das ISS-Modul Zvezda angedockt. Es soll nun als "Mülltonne" der Station dienen und später beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühen. Zwei Stunden nach dem Andocken war der Druckausgleich hergestellt und die Systeme des Raumschiffs konnten deaktiviert werden. Der Treibstoff an Bord wird der ISS als zusätzliche Reserve dienen. In den nächsten Tagen wird die Besatzung der ISS auch das Steuersystem ausbauen, damit das Bauteil später auf der Erde noch einmal auf Fehlfunktionen überprüft werden kann.

Die Expedition 1 Crew verbrachte ansonsten ein ruhiges Weihnachtsfest im All und packte unter anderem die Geschenke aus, die zuvor zur ISS gebracht worden waren. Wesentlich unruhiger dürfte es hingegen im russischen Kontrollzentrum für die Raumstation Mir zugegangen sein: Für rund 20 Stunden hatte man dort den Kontakt zur alternden Raumstation verloren. Es bestand die Befürchtung, dass die Station ins Trudeln gerät und so gar keine Kontaktaufnahme und damit auch kein kontrollierter Absturz der Station im Februar möglich ist.

Links im WWW
ISS, Seiten der NASA
siehe auch
ISS und Mir - über den Aufbau und Betrieb der Internationalen Raumstation und der Mir
AstroLinks: Mir
AstroLinks: ISS
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