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ISS
Ersten Besatzung auf dem Weg
Redaktion
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31. Oktober 2000

Für die Forschungsministerin ist es der Beginn eines neuen Zeitalters: Heute morgen startete planmäßig die erste Crew der Internationalen Raumstation ISS vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur aus zu ihrem neuen Arbeitsplatz im All. Die aus zwei Russen und einem Amerikaner bestehende Mannschaft soll am Donnerstag an die ISS andocken. 

Als "bedeutenden Schritt für die grenzüberschreitende Kooperation in der internationalen Forschung" hat die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, den erfolgreichen Start der ersten Crew der ISS gewürdigt. "Mit dem Bezug der ISS beginnt ein neues Zeitalter in der Raumfahrtforschung", sagte Bulmahn. Die Crew soll am kommenden Donnerstag, 2. November 2000, auf der ISS eintreffen und bis zum 15. Februar 2001 an Bord bleiben. Ihre Aufgabe ist es, die Raumstation, an deren Bau und Betrieb die USA, Russland, Kanada, Japan sowie Europa beteiligt sind, für ihre künftigen Forschungsaufgaben vorbereiten.

Für die europäische Forschung wird das ISS-Modul Columbus eine entscheidende Rolle spielen, das im Oktober 2004 an die ISS andocken soll. Deutschland ist am europäischen Teil der ISS mit rund 41 Prozent beteiligt; das Columbus-Modul wird unter industrieller Führung des Raumfahrtkonzerns Astrium in Bremen gebaut. Doch bereits in einer sehr frühen Phase der ISS-Nutzung sollen europäische Experimente durchgeführt werden, an denen Deutschland maßgeblichen Anteil hat. So werden zum Beispiel Zeitsignale aus dem Weltraum und eine globale Uhrensynchronisation durch das Global Transmission System (GTS) ermöglicht. GTS ist das erste kommerzielle Experiment auf der ISS. Es dient unter anderem auch der Diebstahlsicherung von Autos.

Das Alpha-Magnetic Spectrometer (AMS), was an Bord der ISS betrieben werden soll, ist ein astrophysikalisches Experiment, mit dem nach sogenannter "kosmischer Antimaterie" gefahndet werden wird. Wesentliche Komponenten von AMS wurden in Deutschland gebaut und getestet und vom BMBF gefördert; federführend ist das I. Physikalische Institut der RWTH Aachen. Der Start ist für 2003 geplant. Bereits im Februar 2001 wird ein weiteres Experiment mit wesentlicher deutscher Beteiligung an Bord der Internationalen Raumstation gebracht: das "Plasmakristall-Experiment". Es entspringt einer deutsch-russischen Kooperation und wird wissenschaftlich vom Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Forschung geleitet. Es birgt erhebliches Zukunftspotenzial für zahlreiche technologische Prozesse. Beispiele dafür sind die Herstellung von Solarzellen und Farbpigmenten für Drucker oder auch die Halbleiterbearbeitung und die Herstellung komplexer Materialien.

Links im WWW
DLR Space-Forum, Informationen des DLR zur ISS
siehe auch
ISS und Mir - über den Aufbau und Betrieb der Internationalen Raumstation und der Mir
AstroLinks: ISS

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