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KECK TELESKOP
Faszinierende Bilder von Neptun
von Stefan Deiters
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26. Oktober 2000

Dank einer neuen sogenannten adaptiven Optik konnten Astronomen am Keck II-Teleskop auf Hawaii eine der besten Aufnahmen des Neptun machen. Die Bilder im nahen Infrarot zeigen eine turbulente Atmosphäre und könnten helfen, hinter das Geheimnis des Neptunwetters zu kommen.

Neptun
Infrarot-Aufnahme von Neptun. Foto: Imke de Pater/UC Berkeleyi

In insgesamt fünf Juni-Nächten beobachtete eine Gruppe von Astronomen den entfernten Planeten im nahen Infrarotbereich des Lichts. Die Hoffnung: Man wollte etwas über die Charakteristik von hellen Punkten herausfinden, die man auf früheren Aufnahmen auf dem Planeten ausgemacht hatte. Doch die Bilder, die am 10-Meter-Keck II-Teleskop auf dem Gipfel des Manua Kea auf Hawaii entstanden, übertrafen alle Erwartungen.

"Wir haben nie zuvor so viele Details gesehen, wie jetzt", freute sich Gruppenleiter Imke de Pater von der Universität von Kalifornien in Berkeley. "Die Bilder zeigen uns wie viel Struktur es in der Planetenatmosphäre gibt und wie viel Dynamik - sie ist genauso dynamisch wie die des Jupiter." Die Aufnahmen gelangen dank einer neuen adaptiven Optik am Keck-Teleskop, die Luftunruhen in der Atmosphäre ausgleichen kann. Mit dieser Technologie konnten das Team auch erstmals die schwachen Ringe des Uranus von der Erde aus nachweisen.

Die Atmosphäre des Neptun ist den Wissenschaftlern schon lange ein Rätsel: Die Windgeschwindigkeiten dürften nach dem bisherigen Kenntnisstand 30mal größer sein als die Winde auf Jupiter und keiner weiß bislang, welche Energie die Wetterphänomene auf dem Planeten antreibt. Hier sollen nun die neuen Möglichkeiten mit dem Keck-Teleskop weiterhelfen: Erstmals wird es nämlich nun möglich sein, Strukturen in der Atmosphäre über längere Zeit von der Erde aus zu beobachten. Bisherige Daten stützten sich auf Messungen der Voyager-Sonden und des Hubble-Weltraumteleskops.

Links im WWW
W.M. Keck Observatory
siehe auch
AstroLinks: Neptun
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