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VERY LARGE TELESCOPE
Fortschritte im Untergrund
von Stefan Deiters
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12. Oktober 2000

Nach dem erfolgreichen "First Light" der vierten Teleskopeinheit des Very Large Telescope (VLT) Anfang September geht die Entwicklung des europäischen Riesenteleskop in Chile nun unter der Erde weiter: Hier laufen die Arbeiten für das VLT Interferometer, mit dessen Hilfe das Licht von Teleskopen kombiniert werden kann. Ein erster entscheidender Schritt zur Fertigstellung ist mittlerweile getan.

VLTI
Der auf Schienen laufende Wagen mit dem Reflektor im Tunnel unter dem Observatorium.  Foto: ESO
Seit Ende September ist der erste 168 Meter lange Verzögerungstunnel des Interferometers einsatzbereit, der zweite Tunnel wird Mitte November folgen, der dritte soll dann im Februar 2001 betriebsbereit sein. Kurz darauf ist auch der erste Test des Interferometers geplant, bei dem zunächst das Licht zweier kleiner Hilfsteleskope kombiniert werden soll. Zwei große 8,2 Meter VLT-Einheiten werden nach den derzeitigen Planungen erstmals Mitte nächsten Jahres zusammengeschaltet.

Die Verzögerungstunnel des Very Large Telescope Interferometers (VLTI) bilden das Kernstück eines recht komplizierten optischen Systems, mit dem sichergestellt werden soll, dass das Licht von unterschiedlichen Teleskopen gleichzeitig mit der gleichen Phase zusammengeführt wird. Um das zu erreichen, kann in den Tunneln ein Reflektor auf Schienen in die richtige Position gebracht werden, um die Unterschiede zwischen den zusammengeschalteten Teleskopen auszugleichen. 

Dabei musste das VLTI-Team mit äußerster Präzision vorgehen: So durften beispielsweise die Schienen und andere Installationen auf der 66,7 Meter langen Strecke  nur 0,25 Millimeter vom Sollwert abweichen. Bei der Justierung der Laufstrecke des Lichtes ist dann - im Falle einer VLT-Teleskopeinheit - eine Genauigkeit von 0,00005 Millimetern notwendig. Dazu können die Wagen die Entfernung zwischen den Spiegeln mit Hilfe eines Lasers jederzeit messen und so die ideale Weglänge einstellen.

Durch die sehr präzise Ausrichtung der Schienen und die spezielle Lagerung ist es möglich, den insgesamt 2,5 Meter langen und 250 Kilogramm schweren Wagen mit dem Reflektor mit äußerst wenig Kraft zu bewegen: Für den Betrieb der Einrichtungen im Verzögerungstunnel sind insgesamt nur 15 Watt nötig. 

Links im WWW
ESO, Europäische Südsternwarte
siehe auch
VLT: Geschafft: First Light für viertes VLT-Teleskop - 5. September 2000
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