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SATURN
Die Oberfläche von Titan
von Stefan Deiters
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11. August 2000

Das englische Manchester ist derzeit der Ort der astronomischen Neuigkeiten: Hier treffen sich seit Anfang der Woche Astronomen aus aller Welt zur alle drei Jahre stattfindenden Generalversammlung der Internationalen Astronomischen Union (IAU). Am kommenden Dienstag werden auf der Versammlung einige der besten Bilder des Saturnmondes Titan zu sehen sein. Sie wurden mit einem 3,6 Meter-Teleskop gemacht, das über eine adaptive Optik verfügt.

Saturnmond Titan
So erscheint der Saturnmond Titan im Wellenlängenbereich von 1,3 Micron.  Foto: CFHT/ Paris-Meudon Observatory

Die neuen Aufnahmen bestätigen frühere Beobachtungen des Saturnmondes, die um den Äquator herum eine hell reflektierende Zone ausgemacht hatten. Auf den neuen Bildern, die in Manchester von Dr. Athena Coustenis von der Sternwarte Paris-Meudon präsentiert werden, sind mindestens drei individuelle helle Flecken innerhalb dieser Region zu erkennen.

Nach Ansicht der Astronomen könnte es sich dabei um gefrorenes Methan handeln oder aber um eisbedeckte Hochebenen. Die Oberfläche von Titan kann nicht auf normalem Weg beobachtet werden, da eine dichte Atmosphäre den Blick auf den Saturnmond versperrt. Mit Hilfe von Infrarot-Beobachtungen kann man aber in unterschiedliche Tiefen der Atmosphäre und schließlich auch bis auf die Oberfläche von Titan vordringen und dann am Computer die Atmosphäreneinflüsse abziehen. So erhält man ein Bild, was nur die Oberfläche des Saturntrabanten zeigt.

Die Aufnahmen gelangen dank einer adaptiven Optik mit dem Canada-France-Hawaii Telecope  (CFHT). Die adaptive Optik erlaubt es durch blitzschnelles Nachjustieren des Spiegels Luftunruhen in der Erdatmosphäre auszugleichen. Titan ist der einzige Mond im Sonnensystem, der über eine dichte Atmosphäre verfügt und schon deshalb ein interessantes Studienobjekt. Die Atmosphäre besteht hauptsächlich aus Stickstoff und schon des öfteren wurde spekuliert, was sich wohl alles unter der dichten Hülle verbergen mag. Antworten wird es hoffentlich in rund vier Jahren geben: Dann wird die Saturnsonde Cassini ihr Ziel erreichen. Mit an Bord ist der Lander Huygens, der den Titan erforschen soll.  

Links im WWW
Cassini, Projekthomepage am JPL
siehe auch
Keck: Bester Blick auf Neptun und Titan - 21. Januar 2000
AstroLinks: Saturn
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