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METEORITEN
Salzkristalle vom Anfang des Sonnensystems
von Stefan Deiters
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13. Juni 2000

Salzkristalle, die Forscher im Inneren des Meteoriten Zag aufgespürt haben, könnten mit das älteste Material sein, das je im Sonnensystem gefunden wurde. Ihre Existenz eröffnet außerdem die Möglichkeit, dass schon weit eher als bisher angenommen, Umweltbedingungen im Sonnensystem herrschten, die Leben ermöglichten. 

Der Zag-Meteorit, der 1998 auf der Erde niederging, ist bereits der zweite Gesteinsbrocken aus dem All, in dem bestimmte Salzkristalle nachgewiesen wurden. Das Besondere an ihnen war, dass sie kleine Einschlüsse von Wasser enthielten, das gemeinhin als Basis für sämtliches Leben gilt. Die brennende Frage lautete seither: Seit wann existierte Wasser in dem Objekt, von dem Zag stammt?

Bisher konnte man die Existenz von Wasser nur recht ungenau datieren, nämlich auf die Zeit innerhalb der ersten 100 Millionen Jahre nach der Entstehung des Sonnensystems. Bei Zag gelang den Wissenschaftlern nun eine recht genaue Bestimmung des Alters des eingeschlossenen Materials: Die Forscher von Universität in Manchester und vom Natural History Museum, die ihre Ergebnisse in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift Science veröffentlichten, analysierten die Menge von Xenon, Iod und Argon-Isotopen in den Kristallen. 

Was sie entdeckten, überraschte das Forscherteam:  Sie fanden große Mengen an Xenon-129, das entsteht, wenn Iod-129 zerfällt. Iod-129 kommt auf der Erde nicht vor, existierte aber in der Frühphase unseres Sonnensystems. "Ich steckte die Probe in die Maschine und erhielt einen extremen Ausschlag auf dem Messgerät, der auf eine große Menge Xenon-129 hindeutet", erläutert James Whitby. "Damit war sofort klar, dass es sich nicht um irdisches Material handelt. Das hatte ich so nicht erwartet."

Da die Zerfallszeiten  von Iod-129 in Xenon-129 bekannt sind, konnten die Wissenschaftler das Alter der Salzkristalle berechnen: Danach müssten sie sich nur zwei Millionen Jahre nach Entstehung des Sonnensystems gebildet haben - deutlich früher als man bisher angenommen hatte. Für die Geschichte des Zag-Meteoriten haben die Forscher folgendes Szenario parat: Die Salze wuchsen recht schnell auf einem aus vielen kleineren Partikeln geformten Asteroiden. Nach 300 Millionen Jahren wurde dieser von einem anderen Körper getroffen, der die Fragente zu einem festeren Objekt verband. Und ein Teil dieses Objektes wurde schließlich Zag

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