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COMPTON
Gamma-Ray Observatory ist Geschichte
von Stefan Deiters
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5. Juni 2000

Das NASA Compton Gamma-Ray Observatory ist Geschichte: Gestern stürzte die Sonde, die neun Jahre lang das Weltall nach Gammastrahlen-Quellen abgesucht hat, in den Pazifik. Trotz Bemühungen von Wissenschaftlern den Satelliten zu retten, hatte die NASA an ihren Plänen für einen kontrollierten Absturz festgehalten.

Das Compton Gamma-Ray Observatory, das im April 1991 mit dem Space-Shuttle Atlantis in eine Erdumlaufbahn gebracht wurde, war eigentlich nur für eine Betriebszeit von zwei bis fünf Jahren ausgelegt worden. Doch Compton arbeitete weiter und das Ende der Mission wurde erst durch den Ausfall eines von insgesamt drei Kreiseln an Bord eingeläutet, den die Sonde zur Orientierung benötigt. Die wissenschaftlichen Instrumente waren bis zum Schluss funktionsfähig. Daher gab es auch einige Bemühungen, den im März angekündigten kontrollierten Absturz zu verhindern und Compton zu retten.

Die NASA argumentierte mit der Sicherheit: Solange noch zwei der drei Kreisel an Bord funktionieren, wäre ein kontrollierter Absturz des Teleskops deutlich sicherer als mit nur noch einem Kreisel. Und schon vor dem Start hatte die NASA entschieden, dass man das Observatorium wegen seiner Größe kontrolliert zum Absturz bringen muss. Compton ist nämlich zu groß, um komplett in der Erdatmosphäre zu verglühen. 

Um den Wiedereintritt einzuleiten, wurden insgesamt viermal die Triebwerke der Sonde auf Gegenschub geschaltet, so dass sich ihre Geschwindigkeit verringerte und sie so in einem niedrigeren Orbit einschwenkte. Das erste Manöver erfolgte schon am vergangenen Dienstag, das letzte nur kurz vor Eintritt in die Erdatmosphäre. Das Absturzgebiet lag rund 4000 Kilometer südöstlich von Hawaii. 

Links im WWW
Compton Gamma-Ray Observatory
siehe auch
Compton: Grab im pazifischen Ozean - 27. März 2000
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