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MIR
Kosmonauten bleiben bis Mitte Juni
von Stefan Deiters
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24. Mai 2000

Alle Welt schaut zur Zeit gebannt auf die Crew der US-Raumfähre Atlantis und ihre Arbeiten an Bord der Internationalen Raumstation ISS. Eine anderer Außenposten der Erde ist dabei fast in Vergessenheit geraten, der schon seit fast zwei Monaten bewohnt ist: die russischen Raumstation Mir. Die beiden Kosmonauten, deren Aufgabe es war, die alternde Raumstation fit für eine kommerzielle Nutzung zu machen, sollen Mitte Juni wieder zur Erde zurückkehren.

Die zur Zeit laufende Mission zur Mir ist aus mehreren Gründen bemerkenswert: Nicht nur, dass die meisten Menschen die russische Pannenstation längst abgeschrieben hatten - die Mission ist auch der erste bemannte Raumflug, der rein privat finanziert wurde und der zu einer privat bezahlten Raumstation führte von der aus dann der erste privat finanzierte Weltraumspaziergang durchgeführt wurde.

Hinter diesen Bemühungen, die Mir für eine wirtschaftliche Nutzung zu retten und dafür Geld aus der Privatwirtschaft zu sammeln, steht die in den Niederlanden ansässige Firma MirCorp. Unter ihrer Leitung soll die Raumstation wieder fit gemacht werden und künftig kommerziellen Zwecken dienen. Hinter der MirCorp steht zu 60 Prozent der russische Weltraumkonzern RSC Energia, den Rest der Anteile halten private Investoren.

Anfang April war nun eine zweiköpfige Besatzung zur Mir gestartet und sollte nach den ursprünglichen Planungen 45 Tage lang die Mir auf Herz und Nieren untersuchen und wichtige Systeme wieder in Betrieb nehmen. Da aber alles unerwartet glatt gelaufen ist, so die MirCorp in einer Presseerklärung, hätte man den Aufenthalt der beiden Kosmonauten Sergei Zalyotin und Alexander Kalery auf über zwei Monate verlängert. Die beiden sollen nun Mitte Juni zur Erde zurückkehren.

"Die Crew konnten während der Mission alles erledigen, was vorgesehen war", sagte MirCorp-Präsident Jeffrey Manber. "Zusammen mit unseren Kollegen in Moskau konnten wir unter Beweis stellen, wie robust diese Station noch ist und zudem zeigen, wie enthusiastisch die Rettung der Mir in aller Welt aufgenommen wurde."

In den nächsten Monaten sollen nun gründlich die nächsten Schritte geplant und weitere Kooperationspartner gewonnenen werden. Und auch die nächsten Missionen zur Mir sind bereits in Vorbereitung: Schon im Herbst könnte wieder eine Besatzung ins All geschickt werden, für das erste Quartal des kommenden Jahres ist ein weiterer Besuch vorgesehen.

Auch die Investoren von MirCorp scheinen überzeugt: "Nach dieser Mission sind wir mehr denn je von der Machbarkeit einer langfristigen kommerziellen Nutzung der Station überzeugt", so Dr. Chirinjeev Kathuria, einer der Hauptinvestoren der Gesellschaft. "Die Kosmonauten haben die Mir von Grund auf überprüft und bestätigt, dass die Station in einem guten Zustand ist. Wenn man noch ein wenig renoviert, kann die Mir noch lange Zeit betrieben werden."

Links im WWW
MirCorp
siehe auch
MIR: Startschuss für kommerzielle Nutzung - 4. April 2000
MIR: Wirbelsäule unter der Lupe
- 30. August 1999

AstroLinks: Mir
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