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SETI
Auch die Deutschen suchen eifrig

von Stefan Deiters
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25. Februar 2000

Über 1,7 Millionen Computerbenutzer aus aller Welt sind mittlerweile dabei, mit Hilfe eines raffinierten Bildschirmschoners nach außerirdischer Intelligenz zu fahnden. Fast 200.000 Jahre Rechenzeit kamen so bisher zusammen und auch deutsche PC-Benutzer beteiligten sich maßgeblich: Sie trugen bisher rund 10.000 Jahre Rechenzeit zum Projekt bei und liegen in der Länderwertung auf Platz zwei. 

Die Idee des von der Universität in Berkeley und der Planetary Society initiierten Projektes ist relativ simple: Warum soll man zur Auswertung von Daten nicht einfach Computer benutzen, die gerade nicht ausgelastet sind und ein Bildschirmschoner-ähnliches Programm entwickeln, das im Hintergrund über das Internet empfangene Daten auswertet. Seit Mai letzten Jahres ist dieses Modul nun erhältlich und durch diese Idee ist mittlerweile das weltgrößte Rechnernetz zur Auswertung wissenschaftlicher Daten entstanden.

Die Daten, die mittels Frequenzanalysen ausgewertet werden, stammen vom größten Radioteleskop der Welt, dem Arecibo Radio Teleskop im Nordwesten von Puerto Rico. Es besteht aus einem nicht schwenkbaren Reflektor mit einem Durchmesser von 305 Metern, der in ein natürliches, schüsselförmiges Tal eingelassen ist. Die dort aus dem All empfangenen, schwachen Radiosignale werden gesammelt, in "Datenpakete" verpackt und dann weltweit auf Spuren intelligenter Absender untersucht. 

Mittlerweile stellen nicht nur begeisterte Hobbyastronomen ihre Rechner dem Projekt zur Verfügung: So unterstützt beispielsweise seit kurzem auch das Zentrum für Kommunikation und Informationsverarbeitung der Fachhochschule Magdeburg SETI@home. Und die Teilnehmerliste auf der Webseite des Projektes liest sich wie ein "Who is Who" der amerikanischen Computerindustrie: Da liegt das Team "SETI@sun" deutlich vor dem "Team SGI" und den "Intel ISV Performance Labs". 

Doch auch die Deutschen liegen gut im Rennen: Fast 125.000 angemeldete Benutzer schickten über fünf Millionen Ergebnisse zurück nach Berkeley und liegen damit auf dem zweiten Platz nach den USA und vor England, Kanada und Japan.

Links im WWW
SETI@home, Seite der Universität Berkeley
SETI@home (deutsch)
, deutsche Version der Seiten
 
siehe auch

SETI: Einen Millionen suchen ET  - 20. August 1999
SETI: ET statt fliegender Toaster
- 17. Mai 1999

AstroLinks: SETI

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