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STARDUST
Jagd nach 100 Staubkörnern
von Stefan Deiters
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24. Februar 2000

Die NASA-Sonde Stardust, die vor einem Jahr auf den Weg zum Kometen Wild-2 geschickt wurde, hat vor zwei Tagen zum ersten Mal ihren "kosmischen Staubsauger" aktiviert um interstellaren Staub einzufangen. Hoch dürfte die Ausbeute nicht sein: Man rechnet damit, dass die Sonde nur rund 100 Staubkörner einsammeln wird.

Der Begriff "kosmischer Stausauger" dürfte allerdings dem ausgefeilten System kaum gerecht werden, mit dem das Team vom NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL) den interstellaren Staub einfangen will. Von entscheidender Bedeutung ist nämlich für die Wissenschaftler, dass die Staubkörnchen möglichst intakt bleiben. Daher wurde der Kollektor auch erst ausgefahren als sich Stardust in etwa mit dem Strom aus interstellarem Staub bewegte. Der Kollektor selbst besteht aus Aerogel, einem leichten und schwammigen Material, in dem die Staubkörner langsam abgebremst werden können ohne dass sich ihre Form oder chemische Zusammensetzung ändert. 

Der Strom aus interstellarem Staub ist schon seit längerer Zeit bekannt und Stardust soll auf der Reise zum Kometen Wild-2 gleich zweimal hier Staub einsammeln. Der Kollektor bleibt noch bis Ende Mai aktiv und soll dann noch einmal Mitte 2002 ausgefahren werden. Doch der Staubfänger hat zwei Seiten und die noch unbenutzte ist für eine andere Art von Staub reserviert: Im Jahr 2004 soll Stardust den Kometen Wild-2 erreichen und dort Kometenstaub einsammeln. Das gesamte eingefangene Material wird dann in einer Kapsel verstaut und zur Erde zurückgeschickt. Damit werden dann - erst zum zweiten Mal in der Raumfahrtsgeschichte - Proben eines anderen Himmelskörpers auf die Erde gebracht. Die Landung in einer Wüste im US-Bundesstaat Utah ist für das Jahr 2006 vorgesehen. 

Links im WWW
Stardust, Projekthomepage am JPL
 
siehe auch

Kosmischer Staubsauger - 7. Februar 1999
AstroLinks: Kometen

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