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MARS
Hinweise auf Ozeane in der Urzeit
von Stefan Deiters
astronews.com
10. Dezember 1999

Eine Marssonde der NASA funktioniert: Und mit Hilfe des Mars Global Surveyor haben Geologen der Brown University nach Spuren früherer Ozeane auf dem roten Planeten gesucht. Sie fanden Formationen, die sich kaum anders erklären lassen, als durch riesige Wassermassen in der Frühgeschichte des roten Planeten. 

Ozean auf dem Mars
So könnte der Marsozean nach den Ergebnissen der Geologen ausgesehen haben. Bild: NASA Mars Global Surveyor Projekt; MOLA Team. Rendering: Peter Neivert (Brown University) 

Immer wieder wird von Wissenschaftlern die Möglichkeit von riesigen Ozeanen in der Frühgeschichte des Mars diskutiert. Ein Team von Geologen der amerikanischen Brown University nutzte das Mars Orbiter Laser Altimeter (MOLA) um damit eine topographische Karte des roten Planeten anzulegen. Das Gerät an Bord der Sonde Mars Global Surveyor sendet Laserpulse auf die Marsoberfläche und misst die Zeit, die der Laserstrahl benötigt, um zur Sonde zurückzukommen. Daraus lässt sich die Höhenstruktur der Oberfläche exakt berechnen, denn der Laser braucht beispielsweise für seinen Weg von der Sonde zur Oberfläche länger, wenn die Sonde über einen tiefen Krater fliegt.

In der nördlichen Ebene des Mars wurden einige Oberflächenstrukturen schon immer mit fließendem Wasser erklärt. "Die Frage ist aber, ob sich das Wasser irgendwo als See oder Ozean gesammelt hat", erläutert James Head das Problem, das sein Team lösen wollte. "Mit Hilfe dieses Instrumentes konnten wir diese Fragestellung erstmalig detailliert untersuchen."

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Dabei fahndeten die Wissenschaftlern nach Oberflächenstrukturen, die sie für typisch für eine urzeitliche Küstenlinie halten: Der Bereich, wo Wasser auf Land trifft, sollte recht eben und unterhalb dieser Linie müsste die Oberfläche deutlich glatter sein als darüber. Außerdem sollte das so gefundene Becken gerade so groß sein, dass es mit den Abschätzungen des urzeitlichen Wassergehalts auf dem Mars übereinstimmt. Und ein sich ändernder Meeresspiegel sollte zu terrassenförmigen Strukturen in der Umgebung der Küstenlinie führen.

Und tatsächlich fand das Team mit Hilfe von MOLA die gesuchten Hinweise: "Die Ergebnisse sollten dazu führen, dass wir uns ernsthafter mit der Möglichkeit von urzeitlichen Ozeanen auf dem Mars beschäftigen.", unterstreicht Head. "Wir wissen nicht, wie wir die gefundenen Oberflächenstrukturen anders erklären können." Trotzdem seien natürlich weitere Tests nötig. So sollte man beispielsweise nach Salz im Marsgestein suchen, was mit früheren Ozeanen in Verbindung stehen könnte. 

Links im WWW
Malin Space Science Systems, die neuesten Bilder vom Mars
Mars Global Surveyor
, Projekthomepage am JPL
 
siehe auch
Mars: Details eines riesigen Kraters - 12. November 1999
Mars: SoFi auf dem roten Planeten
- 3. November 1999
Mars: Ein aktiver roter Planet
- 10. August 1999
Mars: Höhen und Tiefen detailliert  - 28. Mai 1999
Mars Global Surveyor: Die Mission geht weiter - 26. April 1999
Mars: Probleme mit Global Surveyor - 20. April 1999
Mars: Ständig neue Bilder - 6. April 1999
Mars Global Surveyor: Ziel erreicht - 23. Februar 1999

Mars-Eis im Visier - 18. Februar 1999
AstroLinks: Mars
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