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Eines der größten Probleme bei der Erforschung von Gamma-Ray-Bursts war bisher, dass man große Schwierigkeiten hatte, die optischen Gegenstücke dieser gewaltigen Strahlungsausbrüche zu entdecken, um daraus ihre Entfernung zu folgern. Das könnte sich nun ändern: NASA-Astronomen haben eine Möglichkeit gefunden, wie man aus dem Burst selbst bestimmen kann, wie weit er von der Erde entfernt ist. Die immer noch geheimnisvollen Ein Team um Dr. Jay Norris, Wissenschaftler am NASA Goddard Space Flight Center, könnte nun einen Ausweg aus diesem Dilemma gefunden haben: Er entdeckte eine gewisse Eigenschaft der Bursts, die es erlauben könnte, die Entfernung dieser Strahlenausbrüche auch ohne das Auffinden eines optischen Counterparts zu bestimmen. "Wenn unsere Entdeckung allen Prüfungen standhält, könnte dies ein neues Fenster in das frühe Universum sein", so Norris. "Viele Gamma-Ray-Bursts stammen aus Regionen, die noch weiter von uns entfernt sind als die entferntesten Supernovae oder Quasare." Norris Team entdeckte folgendes: Während eines einzigen Strahlungsausbruchs erreichen uns die Gammastrahlen unterschiedlicher Energien zu leicht unterschiedlichen Zeiten. Die hochenergetische Gammastrahlung kommt ein kleines bisschen früher auf der Erde an als die mit weniger Energie. Und diese Verzögerung, so das Team, steht in Beziehung zur geschätzten Stärke des Ausbruchs und damit zur Entfernung. Die Chancen, dass diese neue Methode zur Entfernungsbestimmung Bestand hat, sind nicht zu schlecht. Als Norris und sein Team ihre Ergebnisse auf einer Konferenz vorstellen, trafen sie dort auf eine zweite Gruppe von Astronomen, die unabhängig zu ähnlichen Ergebnissen gekommen war.
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