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SATELLITEN
Militärs planen Tankstelle im Orbit
von Stefan Deiters
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29. Oktober 1999

Das US-Verteidigungsministerium plant, die eigenen Spionage-Satelliten künftig im Orbit wieder aufzutanken und so ihre Lebensdauer deutlich zu verlängern. Wie das britische Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, wären so auch mehr Kursänderungen möglich, die es der feindlichen Abwehr erschweren sollen, den Orbit der himmlischen Spione zu berechnen.

Es erinnert schon etwas an die bekannten Bilder aus Science Fiction-Filmen: Das US-Verteidigungsministerium entwickelt zur Zeit eine kleine Sonde namens ASTRO (für Autonomous Space Transporter and Robotic Orbiter), die die Satelliten des US-Militärs mit Treibstoff versorgen soll. Dieser, so die aktuellen Planungen, wird für die Sonde in Treibstofftanks im Orbit bereitgehalten, so dass der automatische Tankwart nur zwischen Tank und Satellit pendeln muss.

Die Betankung im Orbit würden die Militärs von einer großen Sorge befreien: Heutzutage ist es für die gegnerische Abwehr ohne weiteres möglich die Bahnen der Spionage-Satelliten zu berechnen. Dem entgegenwirken könnte man nur mit ständigen Kursänderungen, die dann aber den kostbaren Treibstoffvorrat der Satelliten aufbrauchen und daher ihre Lebensdauer verkürzen würden. Mit einer Betankung im Orbit hätte man dieses Problem nicht mehr.

Doch auch für zivile Satelliten dürfte die Bereitstellung eines ähnlichen Systems nur noch eine Frage der Zeit sein: "Wenn einem Flugzeug das Benzin ausgeht, wirft man es ja auch nicht einfach weg", zitiert der New Scientist Charles Miller von der Firma Constellation Service International, die an einem solchen Projekt arbeitet. Aber genau dieses würde mit Satelliten passieren, die oft über eine Milliarde Mark gekostet haben.

Die Technik, die das US-Verteidigungsministerium zur Zeit entwickelt, wird auf zukünftige militärische Satelliten ausgerichtet sein, die dann über eine entsprechende Dockingstation verfügen. Der Bau eines ASTRO-Prototypen wird vermutlich im nächsten Jahr beginnen. Und das System ist erweiterbar: Wären auch die elektronischen Systeme modular aufgebaut, könnten auch diese von einer automatischen Sonde durch modernere Komponenten ersetzt werden.  

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