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GALILEO
Erfolgreicher Vorbeiflug an Io
von Stefan Deiters
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12. Oktober 1999

Die NASA-Sonde Galileo hat den nahen Vorbeiflug am Jupitermond Io offenbar unbeschadet überstanden und dabei Messungen aus einer Entfernung von nur 611 Kilometern machen können. Gefährlich war dieses Manöver vor allem wegen der starken Strahlung, der die Sonde bei ihrer Passage ausgesetzt war. So gab es auch kurz vor dem Vorbeiflug noch Probleme ...

In der Nacht von Sonntag auf Montag näherte sich die kleine Sonde  Galileo dem Jupitermond Io auf nur 611 Kilometer an - näher war bisher keine Raumsonde diesem unwirklichen Mond gekommen, der als der Körper in unserem Sonnensystem gilt, auf dem es die heftigste vulkanische Aktivität gibt. Das Manöver war allerdings nicht ungefährlich: Da Io der Innerste der Jupitermonde ist, liegt er in einer Region mit extremer Strahlung des Gasplaneten, die auch die Instrumente an Bord der Sonde beschädigen oder gar ganz zerstören kann.

"Wir sind begeistert, dass die Sonde diese Passage so gut überstanden hat", freute sich Jim Erickson, Galileo Projektmanager beim NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL). "Besonders gefährlich war ja die hohe Strahlendosis, die die Sonde beim Vorbeiflug abbekommen hat, aber alles deutet darauf hin, dass alles glatt gelaufen ist."

Allerdings wurde es wenige Stunden vor der dichtesten Annäherung an den Jupitertrabanten noch einmal spannend: Vermutlich durch die Strahlung trat ein Fehler im Speicher des Bordcomputers der Sonde auf, der dafür sorgte das sich Galileo in den sogenannten "Safe-Mode" schaltete. Dabei werden alle nicht überlebenswichtigen Systeme abgeschaltet und die Sonde wartet auf weitere Anweisungen von der Erde. 

So wurde es auf der Erde hektisch: Das Galileo-Team bemühte sich, Anweisungen zur Sonde zu funken, die ihr helfen konnten, das Problem zu beheben und die wissenschaftlichen Aufzeichnungen fortzusetzen. Erfolgreich: Nur zwei Stunden vor der dichtesten Annäherung an Io war die volle Funktionsfähigkeit von Galileo wieder hergestellt. "Das war schon eine heldenhafte Leistung", urteilt Erickson. "Wir hatten es mit einen Problem zu tun, das vorher noch nie aufgetreten war und haben es geschafft, alles wieder zum Laufen zu bringen."

In den kommenden Wochen sollen nun die Daten von Galileo zur Erde übermittelt werden. Von der Auswertung der Messungen erwarten sich die Wissenschaftler neue Hinweise darauf, wie sich beispielsweise Vulkane auf Io und auf der Erde unterscheiden. Derweil bereitet sich die Sonde auf einen noch dichteren Vorbeiflug vor: Am 26. November soll Galileo in einer Höhe von nur 300 Kilometern Io ein zweites Mal passieren.

Links im WWW
Galileo, Projekthomepage am JPL
 
siehe auch

Galileo: Auf zum Jupitermond Io - 20. September 1999
Jupitermond Io: Immer bessere Bilder - 30. August 1999
Der Ringentstehung auf der Spur
- 14. Juni 1999
Galileo: ein wahrer Musterschüler
- 7. Mai 1999
Mond Europa: Traum aller Blondinen - 26. März 1999
Callisto: Dünne Hülle - 5. Februar 1999
AstroLinks: Jupiter

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