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JUPITER
Größter Sturm des Sonnensystems
von Stefan Deiters
astronews.com
6. August 1999

Die erste "Struktur", die Astronomen im 17. Jahrhundert auf dem Jupiter ausmachen konnten, war ein Großer Roter Fleck. Heute weiß man, dass es sich hierbei um einen  gewaltigen Wirbelsturm handelt. Er ist auch heute noch zu beobachten, verändert sich aber ständig. Das zeigen auch nun veröffentlichte Aufnahmen des Hubble Heritage Projektes. 

Großer Roter Fleck
Die Veränderung von Jupiters Großem roten Fleck im Laufe der Jahre. Foto: Hubble Heritage Team (STScI/AURA/NASA) and Amy Simon (Cornell U.) 

Die Windgeschwindigkeiten in diesem Hochdruckgebiet auf dem fernen Gasplaneten dürften bis zu 500 Kilometer pro Stunde betragen. Auch die Ausmaße des Sturms sind gewaltig: Sein Durchmesser beträgt über 30.000 Kilometer, was etwa einem sechstel des Durchmessers von Jupiter und rund dem Doppelten des Erddurchmessers entspricht. Damit ist der Große Rote Fleck der größte bekannte Sturm im Sonnensystem.

Die lange Überlebensdauer erklären sich die Astronomen durch die Tatsache, dass Jupiter ein Gasplanet ist und der Sturm somit nicht auf Festland treffen, wo er schnell einen großen Teil seiner Energie verlieren würde. Trotzdem zeigen die Hubble-Aufnahmen des Großen Roten Flecks, die zwischen 1992 und 1999 entstanden, dass sich das Aussehen des Sturms andauernd ändert. 

Vom Studium von Wetterphänomenen auf anderen Planeten erhofft sich die Wissenschaft auch Ergebnisse, die helfen könnten, das Wetter auf der Erde besser zu verstehen. Auf Jupiter kann man Wetterphänomene studieren, die unter ganz anderen Bedingungen entstehen, als auf der Erde. Das hierbei gewonnene Wissen könnte man dann auch auf Erdregionen anwenden, die Jupiter ähnlicher sind - zum Beispiel die Atmosphäre über der Tiefsee.

Links im WWW
Original Fotos und Pressemitteilung des STScI
die aktuellsten HST Bilder
, Übersicht des Space Telescope Science Instituts
 
siehe auch
AstroLinks: Jupiter
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