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Sonnensystem

Apollo 11 Experiment liefert weiter Daten
von Stefan Deiters
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21. Juli 1999

In der gestrigen Nacht jährte sich die erste Mondlandung zum 30. Mal. Ein Ereignis, an das das Fernsehen mit zahlreichen Sondersendungen erinnerte. Ein Experiment, das damals auf der Mondoberfläche zurückgelassen wurde, wird noch bis heute genutzt und liefert wichtige Daten: ein Spiegel.

Das sogenannte Lunar Laser Ranging Experiment dient vor allem der Erforschung des Erde-Mond Systems. So fand man unter anderem heraus, daß sich der Erdtrabant langsam von seinem Mutterplaneten entfernt - etwa 3,8 Zentimeter pro Jahr. Außerdem diente es zum Testen von Einsteins Relativitätstheorie.

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Der Lunar Ranging Reflector reflektiert dabei von der Erde ausgesandte Pulse von Laserstrahlen zurück zur Erdoberfläche. Mißt man nun die Zeit, die das Licht für den Weg zum Mond und zurück braucht, läßt sich die Entfernung zu unserem Trabanten sehr genau bestimmen. Da der Spiegel keine Energie benötigt, ist er auch nach dreißig Jahren voll funktionsfähig.

"Das Lunar Ranging Project ist sehr interdisziplinär und wurde auch international genutzt um die Erde und den Mondes zu untersuchen oder aber Experimente auf dem Gebiet der Gravitationsphysik zu machen", erläutert Dr. James Williams, Wissenschaftler am NASA Jet Propulsion Laboratory. "Die Analyse der Daten wurde überall auf der Welt ausgeführt, darunter auch in Deutschland, Frankreich und den Vereinigten Staaten."

Noch heute werden regelmäßig Laserstrahlen von Frankreich und den USA aus zum Mond geschickt. Kein leichte Aufgabe, da der Reflektor zu klein ist, um von der Erde aus gesehen zu werden. Und wenn der auf der Erde stark gebündelte Laserstrahl auf dem Mond ankommt, ist aber über eineinhalb Kilometer breit.

Was dann zurück reflektiert wird, ist kaum der Rede wert und so müssen die Wissenschaftler ausgefeilte Filter und Verstärker verwenden, um überhaupt ein Signal aufzufangen. Wenn alle glatt läuft, empfängt man ein Photon alle paar Sekunden.

Der erste Mondspiegel hat später noch Gesellschaft von drei weiteren Experimenten bekommen. Und durch immer bessere Lasertechnik und Elektronik gelang es, Messung durchzuführen, die auf zwei Zentimeter genau sind. Die mittlere Entfernung zwischen dem Mittelpunkten von Erde und Mond beträgt danach 385.000 Kilometer.

Mit seinen 30 Jahren gehört der Mondreflektor noch keineswegs zum alten Eisen: Die Wissenschaftler wollen das Überbleibsel der Apollo-Mission noch weitere Jahre nutzen, um das Erde-Mond-System noch besser zu studieren.

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