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Raumfahrt

Umweltschutz im Weltraum
von Stefan Deiters
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6. Juli 1999

Das Weltall - unendliche Weiten und weitgehend leerer Raum. Da sollte Umweltverschmutzung eigentlich kein Thema sein, denkt man. Doch genau darum geht es bei einem Treffen der Internationalen Astronomischen Union (IAU), das nächste Woche in Wien beginnt. Die Astronomen wollen über Maßnahmen zur "Erhaltung des astronomischen Himmels" diskutieren.

In gewisser Weise ist es paradox: Astronomen, in Sachen Weltraumfahrt immer an der Spitze des Fortschritts, sehen ihre Wissenschaft durch jüngste Entwicklungen in der Raumfahrt zunehmend bedroht. "Da Astronomen sehr empfindliche Instrumente zum Studium sehr lichtschwacher und weit entfernter Objekte benutzen müssen, sind sie die ersten, die die Verschlechterung der Umweltbedingungen im Weltraum zu spüren bekommen," erläutert IAU-Generalsekretär Dr. Johannes Andersen. "Aber sie werden nicht lange allein bleiben."

Drei Dinge sind es, die die Arbeit der Astronomie zunehmend schwerer machen: Im Weltraum selbst drohen Konflikte mit Telekommunikationssatelliten, die immer größere Wellenlängenbereiche einfordern, und so die Zukunft der Radioastronomie und die Verständigung mit Forschungssatelliten gefährden. Darüber hinaus ist der zunehmende Weltraummüll eine Bedrohung für wissenschaftliche Missionen und erschwert Beobachtungen mit bodengestützten Teleskopen.

Zweites Ärgernis aus Astronomensicht sind Projekte, bei denen große Spiegel in einen Umlaufbahn gebracht werden sollen, um Städte zu erleuchten oder schlicht Werbung zu machen. Abhängig von Umlaufbahn, Größe und Reflektionsvermögen dieser Flugkörper könnten sie sämtliche astronomischen Beobachtungen unmöglich machen. Als dritten Punkt kritisieren die Wissenschaftler die zunehmende "Lichtverschmutzung" auf der Erde. Die meisten Regionen auf unserem Planeten sind daher für astronomische Beobachtungen bereits nicht mehr geeignet.

Bei dem IAU-Symposium in Wien treffen sich nun Experten aus aller Welt, um zunächst eine Bestandsaufnahme des heutigen Zustands zu machen. Daraus wollen die Astronomen dann Vorschläge ausarbeiten, die an die zur gleichen Zeit stattfindende UNO-Konferenz UNISPACE III (Third United Nations Global Conference on the Exploration and Peaceful Use of Outer Space) weitergeleitet werden sollen. Eine gute Adresse, müßten doch die nötigen globalen Maßnahmen von der UNO beschlossen werden.

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