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: Teleskope Durchs Dunkel ins Licht Die ESO-Astronomen sind begeistert: Mit Hilfe eines SOFI genannten Instrumentes gelang es am New Technology Telescope in La Silla die Sterne hinter einer Dunkelwolke zu beobachten. Das eröffnet neue Perspektiven zum Studium dieser Wolken, die als Geburtsstätten von Sternen und Planeten gelten.
Schon vor einigen Monaten blickten ESO-Astronomen mit dem Very Large Telescope (VLT) zur Dunkelwolke "Barnard 68" (B68). Diese Wolke befindet sich in etwa 500 Lichtjahren Entfernung von der Erde. Das VLT zeigte, daß das Objekt im Zentrum so dicht ist, daß es sämtliches sichtbare Licht von Hintergrundsternen verschluckte (siehe Aufnahme, obere Reihe). Es wird im allgemeinen angenommen, daß Dunkelwolken wie B68 irgendwann kontrahieren und sich langsam zu einem normalen Stern entwickeln. Unklar ist allerdings wie genau dieser Prozeß vor sich geht. Im Falle von B68 wollten die Wissenschaftler gerne wissen, ob die Wolke nun gerade am Anfang der Kontraktion steht oder ob sich eventuell schon ein Stern gebildet hat. Antwort auf diese Fragen konnten nun neue Aufnahmen des SOFI-Instrumentes liefern, das am ESO-New Technology Telescope in La Silla zur Verfügung steht. SOFI - für "Son of ISAAC" - ist eine verkleinerte Version von ISAAC, einem Instrument am VLT. Für Untersuchungen von Objekten wie B68 eignet sich SOFI besonders wegen seines empfindlichen Infrarot-Detektors. Was die Astronomen mit Hilfe von SOFI zu sehen bekamen ist bisher einmalig: Zum ersten Mal gelang es, in das Zentrum einer solchen Wolke zu schauen, dorthin also, wo Sterne wie unsere Sonne entstehen (siehe Aufnahme, untere Reihe). Informationen über die Dichte und Zusammensetzung der Wolke wollen die Wissenschaftler aus den Farbänderungen der Hintergrundsterne gewinnen, die auf den SOFI-Aufnahmen sichtbar geworden sind. Die Ergebnisse versprechen neue Erkenntnisse darüber, wie aus einer solchen Dunkelwolke letztlich ein Stern entsteht. Erste Analysen zeigen, daß B68 sich gerade am Anfang dieses Prozesses befindet. Die Masse der Wolke schätzen die Astronomen auf etwa das dreifache der Masse unserer Sonne. Viel Sterne dürften hier also einmal nicht entstehen. Links im WWW
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