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Teleskope

Klarerer Blick auf Hawaii
von Stefan Deiters
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29. Juni 1999

Grund zur Freude auf Hawaii: Ende letzter Woche wurde dort das nördliche Gemini-Teleskop feierlich eingeweiht. Und die dort präsentierten Fotos, die zu schärfsten Infrarot-Aufnahmen zählen, die je von der Erde aus gemacht wurden, vermittelten einen guten Eindruck von der Leistungsfähigkeit dieses 8 Meter-Teleskops, an dem sieben Länder beteiligt sind.

Planetarischer Nebel BD+303639
Infrarot-Aufnahme des planetarischen Nebels BD+303639 mit dem neuen Gemini North Teleskop Foto Gemini Observatory, National Science Foundation and University of Hawaii.

Das nun eingeweihte Gemini North Teleskop auf dem Gipfel des Mauna Kea auf Hawaii ist das erste von zwei hochmodernen 8 Meter-Teleskopen,  mit denen der gesamte Nord- und Südhimmel im optischen und infraroten Bereich erforscht werden soll. Das südliche Pendant entsteht zur Zeit gerade in Nordchile. Von diesen beiden Teleskopen erwarten die Wissenschaftler Aufnahmen von Sternen und Galaxien, die bis vor kurzem noch für unmöglich gehalten wurden.

Das Geheimnis hinter dieser Auflösung ist eine sogenannte adaptive Optik, bei die Oberflächenform des Spiegel während der Beobachtung so angepaßt werden kann, daß Luftunruhen weitgehend ausgeglichen werden. Im Infrarotbereich erwarten die Astronomen vom Gemini-Teleskop zum Teil bessere Aufnahmen als sie etwa das Hubble-Weltraumteleskop liefert.

Die ersten Bilder, die nun anläßlich der Einweihung des nördlichen Teleskops veröffentlicht wurden, zeigen schon die Möglichkeiten, die sich durch diese neue Technik bieten: Dabei dürfte es sich um die besten Infrarot-Aufnahmen handeln, die bisher mit einem bodengestützen Teleskop gemacht wurden. Die dabei erreichte Schärfe ist vergleichbar mit der Auflösung von zwei Autoscheinwerfern in einer Entfernung von über 3500 Kilometern.

Bis der reguläre Beobachtungsbetrieb beginnt müssen sich die Astronomen der beteiligten Länger USA, Großbritannien, Kanada, Chile, Australien, Brasilien und Argentinien noch etwas gedulden: Gemini North soll Mitte nächsten Jahres den wissenschaftlichen Beobachtungsbetrieb aufnehmen, Gemini South ein Jahr später.

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