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Forschung

SETI: ET statt fliegende Toaster
von Stefan Deiters
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17. Mai 1999

Nach dreijähriger Entwicklungszeit ist es endlich soweit: Im Rahmen des Projektes SETI@home kann jeder am heimischen PC nach Außerirdischen forschen. Nötig ist dazu nur ein spezieller Bildschirmschoner, der sich während Arbeitspausen aktiviert und Datenmaterial des SETI-Projektes auswertet. Er ist ab heute bei der Planetary Society downloadbar.

Das Projekt, das an der Universität von Kalifornien entwickelt und von der Planetary Society unterstützt wurde, erlaubt es Menschen auf der ganzen Welt an der Suche nach außerirdischer Intelligenz teilzuhaben: "Mit SETI@home kann jeder mithelfen, intelligentes Leben im Universum aufzuspüren", sagte Louis Friedman, Direktor der Planetary Society. "Das ist ein großes Experiment - ein technologisches, wissenschaftliches und gesellschaftliches. Außerdem ist SETI@home eine globale Anstrengung an den Grenzen unseres Wissens."

Das Programm funktioniert im Prinzip wie ein Bildschirmschoner. Doch statt fliegende Toaster oder künstliche Unterwasserwelten darzustellen, wertet das Programm Daten des Radio-Teleskops in Arecibo, Puerto Rico aus, die es automatisch aus dem Internet lädt. Für den Benutzer muß das nicht unbedingt langweiliger sein, als der herkömmliche Bildschirmschoner: Am Bildschirm kann man nämlich die Analyse der Daten verfolgen. Es werden Informationen über die Signifikanz eines Signals angezeigt und man erhält Informationen darüber, wo SETI@home gerade nach Leben sucht und wer an dem Projekt beteiligt ist.

Ist die Auswertung beendet, werden die Daten an den Zentralcomputer zurückgeschickt und neue Rohdaten überspielt, sobald sich der Benutzer das nächste Mal mit dem Internet verbindet. Verdächtige Signale werden noch einmal mit Daten aus anderen Quellen verglichen. Doch findet ein SETI@home-Teilnehmer Signale von Außerirdischen, dürfte er mit seinem Computer für immer in die Geschichte der Menschheit eingehen.

Für die Wissenschaftler ist SETI@home eine große Chance Tausende von Computer für die Auswertung ihrer Daten zu nutzen. Bereits 400.000 Interessierte haben sich für das Programm angemeldet. Wenn sich wirklich 50.000 bis 100.000 PCs finden lassen, auf den der spezielle Bildschirmschoner läuft, dürfte SETI@home anderen SETI-Projekten Konkurrenz machen. Und für die Forscher am wichtigsten: Mit SETI@home könnte ein Signal entdeckt werden, das ansonsten vielleicht unbemerkt bliebe.

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