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Sonnensystem

Ein wenig Planet zum Vatertag
von Stefan Deiters
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4. Mai 1999

Am Himmelfahrtstag starten Jenaer Astrophysiker ihr zweites Schwerelosigkeitsexperiment: Vom Schweden aus soll eine Rakete in rund 300 Kilometer Höhe gebracht werden. An Bord sind eine Teelöffelspitze Siliziumdioxid-Staub und jede Menge Meßinstrumente, die beobachten sollen, wie sich der Staub in der Schwerelosigkeit verhält.

Bereits im Oktober letzten Jahres waren die Jenaer Astrophysikern der Entstehung von Planetenkeimen, sogenannten Planetisimalen, auf der Spur: An Bord des Space Shuttles "Discovery" führten sie eine Reihe von Experimenten unter dem Projektnamen "CODAG" (Cosmic Dust Aggregation) durch. Die dabei gewonnenen dreieinhalb Gigabyte Daten sollen helfen, der Entstehung von Planeten genauer zu verstehen. Bisher geht man davon aus, daß Himmelskörper durch die Zusammenballung kleinster Staubteilchen entstehen, die dann die Keimzelle eines Planeten bilden.

An Bord der Rakete befindet sich nun eine Versuchskammer in der das "Zusammenballen" von Staubpartikeln in der Schwerelosigkeit beobachtet werden soll. "Das neuerliche Experiment soll unserer Erkenntnisse aus dem CODAG-Projekt noch einmal überprüfen", erläutert der Astrophysiker Dr. Jürgen Blum den Hintergrund des Experimentes. Zudem sind deutlich verbesserte Experimente für ein Lichtstreuexperiment an Bord. Mit diesem erhoffen sich die Forscher Hinweise darauf, wie man mit großen Weltraumteleskopen nach Planetenentstehungsprozessen im All suchen und diese beobachten kann.

Für die Entstehung eines kleinen Planetenkeimes bleibt allerdings nicht viel Zeit: 372 Sekunden wird im Inneren Schwerelosigkeiten herrschen. Kein Problem für die Wissenschaftler: "Wir wissen nicht genau, wie groß der Staubklumpen wird", meinte Blum, "aber aus dem CODAG-Experiment wissen wir, daß er für unsere Verhältnisse sehr groß werden kann."

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