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Forschung

Kontrollzentrum auf dem Campus
von Stefan Deiters
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12. April 1999

Auch die NASA ist dem Urknall auf der Spur: Mit FUSE, dem Far Ultraviolett Spectroscopic Explorer, wollen Wissenschaftler nach Spuren fanden, die Aufschluß über den Ursprung des Universums geben können. Gesteuert werden soll FUSE aus dem ersten Stock eines Physikinstituts der relativ kleinen Johns Hopkins Universität.

FUSE ist eines der ersten Missionen im Rahmen des NASA Origins-Programms, das nach Ursprüngen des Universums, der Galaxien, Planeten und dem Leben forschen soll. Entsprechend groß ist auch die Region, die FUSE erforschen wird: Von Spuren des Urknalls am Rand des sichtbaren Universums bis hin zu Planeten in unserer eigenen Galaxie. Am Ende, so die Hoffnung der Wissenschaftler, wäre man ein großes Stück weiter und würde verstehen, wie sich die anfangs vorhandenen Elemente im Universum entwickelten und verteilten.

Da FUSE in Wellenlängenbereichen beobachtet, die anderen Teleskopen verschlossen sind, wird es möglich sein, chemische Entwicklungstheorien zu testen und auf die Zusammensetzung des Universums direkt nach dem Urknall zurückzurechnen. Von besonderem Interesse ist dabei die Häufigkeit von Deuterium, das als Schlüsselelement der Urknalltheorie gilt.

Aber auch die heutigen Galaxien sind für FUSE von Interesse: "Wir werden eine Menge über den Kreislauf und die Mischung von unterschiedlichen Stoffen in Galaxien lernen und welche Rolle sie bei Sternentstehungsprozessen spielen", sagte William Blair, Wissenschaftler an der Johns Hopkins Universität.

Doch nicht nur der erwartete wissenschaftliche Ertrag macht FUSE zu einem besonderen Projekt: Zum ersten Mal wird eine Mission diesen Ausmaßes federführend von einem kleinen wissenschaftlichen Universitätsinstitut durchgeführt. Um Geld zu sparen, übertrug die NASA 1995 der Johns Hopkins Universität diese Aufgabe. Die Wissenschaftler schlugen sich beachtlich: Das Projekt verbrauchte bisher nur etwa ein Drittel der Kosten, von denen die NASA vor Übertragung des Projektes an die Universität ausgegangen war.

Und noch eine weitere Besonderheit zeichnet FUSE aus: Nach dem Start wird das Teleskop für drei Jahre von einer Gruppe von Wissenschaftlern, Ingenieuren und Studenten der Universität kontrolliert und betrieben. Und die sitzen im ersten Stock des "Bloomberg Centers for Physics and Astronomy" auf dem Universitätscampus.

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