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Teleskope

VLT: Antu gegen Kueyen
von Stefan Deiters
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8. April 1999

Im Kontrollzentrum des Very Large Telescope der ESO ist ein regelrechter Wettkampf ausgebrochen: Nachdem auch das zweite der insgesamt vier Teleskope Bilder liefert, wetteifern die beiden Teleskop-Teams darum, welches denn nun die besten Bilder macht - Antu oder Kueyen.

NGC 5090A und 5090B (Foto: ESO)
Eines der ersten Aufnahmen mit "Kueyen": NGC 5090A (rechts) und 5090B. Foto ESO

Freude auf dem Gipfel des Paranal: Zum einen lief mit dem ersten VLT-Teleskop - Anfang März "Antu" getauft - der reguläre Beobachtungsbetrieb an, zum anderen lieferte das zweite Teleskop "Kueyen" erste astronomische Bilder. Da die Feinabstimmung des Instrumentes noch nicht vollständig abgeschlossen ist, dürfte die Qualität noch etwas schlechter sein, als man das später im regulären Betrieb erwarten darf. Doch auch schon die jetzt veröffentlichten Bilder lassen erahnen, welche Möglichkeiten das VLT einmal bieten wird.

Unter den ersten Aufnahmen von "Kueyen" ist auch ein Bild der beiden Galaxien NGC 5090A (rechts im Bild) und NGC 5090B im Sternbild Centaurus. Bei einigen der sternenähnlichen Objekte um NGC 5090A könnte es sich um Kugelsternhaufen handeln. Die Aufnahme wurde am 29. März gemacht.

Mit "Antu" wurde am 1. April der reguläre Beobachtungsbetrieb aufgenommen. Rund 270 Anträge für Beobachtungszeit an Europas größtem optischen Teleskop lagen der ESO vor - mehr als 100 Teams erhalten nun bis September 1999 die Möglichkeit, Beobachtungen mit "Antu" zu machen.

Die ESO unterscheidet dabei zwei Arten von Beobachtungen: Im "Besucher-Modus" ist der Astronom selbst vor Ort, im "Service Modus" führen ESO-Mitarbeiter die Beobachtungen aus. Das erlaubt größere Flexibilität für Projekte, die stark von den Beobachtungsbedingungen abhängig sind. Die ersten zehn Nächte wurde "Antu" im Service-Modus genutzt. Die ersten Besucher auf dem Paranal-Gipfel werden aus Heidelberg und Leiden erwartet.

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