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Raumfahrt

Veteranen im All
von Stefan Deiters
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4. März 1999

Während sich das Interesse der Öffentlichkeit hauptsächlich auf die neuen spektakulären Missionen von ESA und NASA richtet, dringen die Stars der 70er Jahre in Regionen vor, die noch nie ein menschliches Fluggerät zuvor durchquert hat. Und nicht nur das: Die beiden Voyager-Sonden liefern zuverlässig Daten vom Rande unseres Sonnensystems.

Voyager
Voyager Foto:NSSDC/NASA

Ihre Geschwindigkeit beträgt 17,3 Kilometer pro Sekunde und die Entfernung von ihrem Mutterplaneten 10,9 Milliarden Kilometer. Damit ist Voyager 1 die Raumsonde, die am weitesten von der Erde entfernt ist. Rund 20 Stunden würden vergehen, bis auf eine Information von Voyager 1 reagiert werden kann. Mitte des nächsten Jahres sollen einige unnötige Instrumente abgeschaltet werden, um Energie zu sparen. Denn bald steht ein besonderes Ereignis bevor: Voyager 1 wird voraussichtlich im Jahr 2001 die sogenannte Heliopause erreichen, jene theoretische Grenze zwischen unserem Sonnensystem und dem interstellaren Raum. Jenseits der Heliopause haben das Magnetfeld der Sonne und der Sonnenwind keinerlei Einfluß mehr. Und für die Instrumente von Voyager 1 müßte diese Grenze meßbar sein.

Auch die Schwestersonde Voyager 2 ist weiterhin funktionsfähig und sammelt mit fünf Instrumenten fleißig Daten. Sie ist zur Zeit etwa 8,6 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Die Voyager-Sonden wurden 1977 gestartet und lieferten detaillierte Daten über die äußeren Planeten unseres Sonnensystems. Die Energievorräte an Bord dürften noch weit ins nächste Jahrhundert reichen, so daß die Wissenschaftler auf viele Daten aus dem interstellarem Raum hoffen.

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